Taub und blind von Heinrich Kämpchen

Da unten tief in den Schächten und Stollen,
Da brütet es wieder mit dumpfem Grollen,
Da ballen sich wieder die Wetter dicht,
Sie aber achten und merken es nicht –
Und lassen die Löhne nur niederrasseln,
Und lassen die Strafen nur niederprasseln,
Und nullen die Wagen, die Bergmannsfleiß
Zu Tage gefördert mit Bergmannsschweiß. –
Sie hören nicht, was schon so mancher hört,
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Sie sehen nicht, was schon so mancher sieht,
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Der schnöde Golddurst hat sie betört,
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Das tolle Hasten nach Mehrprofit. –
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Und wenn der Riese sich wieder reckt,
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Zu Ende geht auch die Knechtsgeduld –
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Und wenn er wieder die Zähne bleckt,
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Sie tragen einzig allein die Schuld. –
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Taub und blind“

Anzahl Strophen
1
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
105
Entstehungsjahr
1909
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Heinrich Kämpchen ist der Autor des Gedichtes „Taub und blind“. Der Autor Heinrich Kämpchen wurde 1847 in Altendorf an der Ruhr geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1909. Der Erscheinungsort ist Bochum. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Moderne zuordnen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das 105 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 16 Versen mit nur einer Strophe. Der Dichter Heinrich Kämpchen ist auch der Autor für Gedichte wie „Am Rhein“, „Am Weinfelder Maar“ und „Am goldenen Sonntag“. Zum Autor des Gedichtes „Taub und blind“ haben wir auf abi-pur.de weitere 165 Gedichte veröffentlicht.

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