Antwort von Joseph von Eichendorff

Demütig kniet ich vor der Jungfrau Bilde,
Erflehend nur ein einzig Liebes-Zeichen,
Das nicht in Angst und Pein möcht von mir weichen.
Sie gab mir — Mut und Andacht milde.
 
Nun drängt ein Schmerz mich süß und sanft und wilde,
Daß ich mir ihrer Wunder Himmelreichen,
Die weiter als mein irdsches Leben reichen,
Wie ich sie himmlisch schau, die Schöne bilde.
 
Mir fehlen Töne noch und Himmels-Frieden;
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Dir ward Erfüllung frühe schon beschieden,
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Dein Himmel ist, wo zauberte dein Beten.
 
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Hast du den höchsten Wunsch mir nun genommen,
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Werd ich demutsvoll wieder vor dich treten;
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Eins sein mit dir, kann nur allein mir frommen.

Details zum Gedicht „Antwort“

Anzahl Verse
4
Anzahl Zeilen
14
Anzahl Wörter
103
Entstehungsjahr
1808
Epoche
Romantik

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Antwort“ stammt aus der Feder des Autoren bzw. Lyrikers Joseph von Eichendorff. Geboren wurde Eichendorff im Jahr 1788 . 1808 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist München. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autoren kann der Text der Epoche Romantik zugeordnet werden. Bei Eichendorff handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 103 Wörter. Es baut sich aus 4 Versen auf und besteht aus 14 Zeilen. Die Gedichte „In Danzig“, „Kurze Fahrt“ und „Lied“ sind weitere Werke des Autoren Joseph von Eichendorff. Zum Autoren des Gedichtes „Antwort“ haben wir auf abi-pur.de weitere 387 Gedichte veröffentlicht.

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