Sphinx von Rainer Maria Rilke

Sie fanden sie, den Schädel halb zerschlagen,
in starrer Hand das heiße Rohr von Stahl.
Die Menge gaffte. – Bis der Rettungswagen
sie brachte in das gelbe Stadtspital.
 
Nur einmal hat das Aug sie aufgeschlagen …
Kein Brief, kein Name, nur ein Kleid, ein Schal;
dann kam der Arzt mit seinem leisen Fragen
und dann der Priester. – Sie blieb stumm und fahl.
 
Doch spät bei Nacht, da wollt sie etwas sagen,
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gestehn … Doch niemand hörte sie im Saal.
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Ein Röcheln. – Dann ward sie herausgetragen,
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sie und ihr Schmerz. – Und draußen steht kein Mal.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.9 KB)

Details zum Gedicht „Sphinx“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
91
Entstehungsjahr
nach 1891
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Rainer Maria Rilke ist der Autor des Gedichtes „Sphinx“. Der Autor Rainer Maria Rilke wurde 1875 in Prag geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes liegt zwischen den Jahren 1891 und 1926. Frankfurt am Main ist der Erscheinungsort des Textes. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Moderne zugeordnet werden. Rilke ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das vorliegende Gedicht umfasst 91 Wörter. Es baut sich aus 3 Strophen auf und besteht aus 12 Versen. Rainer Maria Rilke ist auch der Autor für Gedichte wie „Allerseelen“, „Als ich die Universität bezog“ und „Am Kirchhof zu Königsaal“. Zum Autor des Gedichtes „Sphinx“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 337 Gedichte vor.

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