Anina von Heinrich Kämpchen

Ungarerde, Ungarerde,
Zuviel Blut hast du getrunken
Schon in all’ den wilden Schlachten,
Die auf dir sind ausgefochten. –
 
Wieder hast du dich gerötet,
Wiederum ist Blut geflossen,
Von acht armen Kohlengräbern,
Die wie Hunde sind erschossen.
 
Nicht durch Bergsturz, nicht durch Wetter
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Mußten diese Armen enden –
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Nein, acht scharfe Büchsenkugeln
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Haben ihnen Tod gesendet. –
 
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Weiberklagen, Kinderjammern
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Hallet nach den jäh Erschoss’nen –
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Um die Gatten, um die Väter
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Gellen wird Verzweiflungsrufen. –
 
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Und auch wir gedenken euer,
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Kameraden, Arbeitsbrüder,
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Die im schönen Ungarlande
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Traf solch’ grauenhaftes Schicksal. –
 
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Wir, die deutschen Bergarbeiter,
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Trauern um euch, Kameraden,
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Euch, den toten und den wunden,
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Weihen wir des Liedes Spende. –

Details zum Gedicht „Anina“

Anzahl Verse
6
Anzahl Zeilen
24
Anzahl Wörter
105
Entstehungsjahr
1909
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Heinrich Kämpchen ist der Autor des Gedichtes „Anina“. Geboren wurde Kämpchen im Jahr 1847 in Altendorf an der Ruhr. Im Jahr 1909 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Bochum. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her lässt sich das Gedicht der Epoche Moderne zuordnen. Die Richtigkeit der Epoche sollte vor Verwendung geprüft werden. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da es keine starren zeitlichen Grenzen bei der Epochenbestimmung gibt, können hierbei Fehler entstehen. Das 105 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 24 Zeilen mit insgesamt 6 Versen. Der Dichter Heinrich Kämpchen ist auch der Autor für Gedichte wie „Abendläuten“, „Altendorf“ und „Am Gemündener Maar“. Zum Autoren des Gedichtes „Anina“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 165 Gedichte vor.

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