Sonett LXIV. von August Graf von Platen

Wer wüßte je das Leben recht zu fassen,
Wer hat die Hälfte nicht davon verloren
Im Traum, im Fieber, im Gespräch mit Thoren,
In Liebesqual, im leeren Zeitverprassen?
 
Ja, der sogar, der ruhig und gelassen,
Mit dem Bewußtseyn, was er soll, geboren,
Frühzeitig einen Lebensgang erkoren,
Muss vor des Lebens Widerspruch erblassen.
 
Denn Jeder hofft doch, daß das Glück ihm lache,
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Allein das Glück, wenn’s wirklich kommt, ertragen,
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Ist keines Menschen, wäre Gottes Sache.
 
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Auch kommt es nie, wir wünschen blos und wagen:
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Dem Schläfer fällt es nimmermehr vom Dache,
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Und auch der Läufer wird es nicht erjagen.
Arbeitsblatt zum Gedicht
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Details zum Gedicht „Sonett LXIV.“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
99
Entstehungsjahr
1826
Epoche
Klassik,
Romantik,
Biedermeier

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Sonett LXIV.“ des Autors August Graf von Platen. Geboren wurde Platen im Jahr 1796 in Ansbach. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1826. Erscheinungsort des Textes ist Stuttgart und Tübingen. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text den Epochen Klassik, Romantik, Biedermeier oder Junges Deutschland & Vormärz zugeordnet werden. Bei Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit der Zurodnung. Die Auswahl der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und muss daher nicht unbedingt richtig sein. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 99 Worte. Weitere Werke des Dichters August Graf von Platen sind „An die Tulpe“ und „Das Grab im Busento“. Zum Autor des Gedichtes „Sonett LXIV.“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de keine weiteren Gedichte vor.

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