Aneinander vorbei von Joachim Ringelnatz

Vom Speisewagen
Durchs Land getragen,
Siehst du Dörfer, Felder, Katz und Küh.
Angenommen, daß dir das Menü
Nichts kann sagen.
 
Irgendwo: Zwei Barfußmädchen winken.
Wissen selber nicht, warum sie`s tun,
Lassen ihre arbeitsharten Hände
Für Momente ruhn.
 
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Wissen nicht, daß deine Hände sinken,
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Winken,
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Grüßen
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In den ganzen langen Zug hinein,
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Ahnen nicht, daß du die Scholle sein
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Möchtest unter ihren schmutz’gen Füßen.
 
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Angelangt, ergibst du mittelgroß
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Dich der Höflichkeit, dem Stande und dem Gelde.
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Nachts im Bette träumst du hoffnungslos
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Von den beiden Mädchen auf dem Felde.

Details zum Gedicht „Aneinander vorbei“

Anzahl Verse
4
Anzahl Zeilen
19
Anzahl Wörter
90
Entstehungsjahr
1933
Epoche
Exilliteratur

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Aneinander vorbei“ stammt aus der Feder des Autoren bzw. Lyrikers Joachim Ringelnatz. Im Jahr 1883 wurde Ringelnatz in Wurzen geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1933 zurück. Der Erscheinungsort ist Berlin. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autoren kann der Text der Epoche Exilliteratur zugeordnet werden. Die Angaben zur Epoche prüfe bitte vor Verwendung auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich die Literaturepochen zeitlich teilweise überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung fehleranfällig. Das vorliegende Gedicht umfasst 90 Wörter. Es baut sich aus 4 Versen auf und besteht aus 19 Zeilen. Weitere bekannte Gedichte des Autoren Joachim Ringelnatz sind „Abschied von Renée“, „Abschiedsworte an Pellka“ und „Afrikanisches Duell“. Zum Autoren des Gedichtes „Aneinander vorbei“ haben wir auf abi-pur.de weitere 560 Gedichte veröffentlicht.

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