Sie hat nichts und du desgleichen von Wilhelm Busch
1 |
Sie hat nichts und du desgleichen; |
2 |
Dennoch wollt ihr, wie ich sehe, |
3 |
Zu dem Bund der heil‘gen Ehe |
4 |
Euch bereits die Hände reichen. |
|
|
5 |
Kinder, seid ihr denn bei Sinnen? |
6 |
Überlegt euch das Kapitel! |
7 |
Ohne die gehör‘gen Mittel |
8 |
Soll man keinen Krieg beginnen. |
Details zum Gedicht „Sie hat nichts und du desgleichen“
Wilhelm Busch
2
8
44
nach 1848
Biedermeier,
Junges Deutschland & Vormärz,
Realismus
Gedicht-Analyse
Das Gedicht „Sie hat nichts und du desgleichen“ wurde von dem deutschen Dichter und Zeichner Wilhelm Busch verfasst, der im 19. Jahrhundert lebte. Das Gedicht fällt somit in die Epoche des Realismus.
Der erste Eindruck des Gedichts vermittelt eine deutliche Kritik und Warnung zum Thema Ehe und finanzielle Sicherheit. Der Sprecher diskutiert die Unvorsichtigkeit und geplante Ehe eines Paares, das offenbar ohne substanzielle finanzielle Mittel in die Ehe eintritt.
Inhaltlich tauscht das lyrische Ich seine Bedenken aus, indem es selbstbewusst direkt das Paar anspricht und seine Sorgen hinsichtlich ihrer finanzielle Lage äußert. Es verwendet dabei bildliche Sprache und Metaphern, wie „den Krieg beginnen“, um die Schwierigkeiten und Herausforderungen des Ehelebens zu veranschaulichen. Das lyrische Ich zeigt seine Sorge um die Paare und rät ihnen, das Kapitel „Ehe“ sorgfältig zu überdenken.
Das Gedicht besteht aus zwei Strophen mit je vier Versen und stellt somit eine rationale Form der Warnung dar, die sowohl durch den Vierzeiler als auch durch den Vier- und Dreitakt-Rhythmus verstärkt wird. Die Sprache ist direkt und unverschnörkelt, was typisch für Buschs Nüchternheit und seinen beißenden Humor ist. Es verwendet einfache Alltagssprache, um seine Botschaft, vor allem die Idee, dass Ehe ohne die „gehör'gen Mittel“ riskant ist, auf verständliche Weise zu vermitteln. Der Ton des Gedichts ist abschreckend und eher kritisch, wobei der Sprecher deutlich macht, dass er die Entscheidung des Paares für leichtsinnig hält.
Weitere Informationen
Wilhelm Busch ist der Autor des Gedichtes „Sie hat nichts und du desgleichen“. Im Jahr 1832 wurde Busch in Wiedensahl geboren. Das Gedicht ist in der Zeit von 1848 bis 1908 entstanden. Wiesbaden u. Berlin ist der Erscheinungsort des Textes. Aufgrund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text den Epochen Biedermeier, Junges Deutschland & Vormärz, Realismus, Naturalismus oder Moderne zugeordnet werden. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das 44 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 8 Versen mit insgesamt 2 Strophen. Weitere Werke des Dichters Wilhelm Busch sind „Ach, ich fühl es! Keine Tugend“, „Ach, wie geht’s dem Heilgen Vater“ und „Als Christus der Herr in Garten ging“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Sie hat nichts und du desgleichen“ weitere 208 Gedichte vor.
+ Mehr Informationen zum Autor / Gedicht einblenden.
+ Wie analysiere ich ein Gedicht?
Fertige Biographien und Interpretationen, Analysen oder Zusammenfassungen zu Werken des Autors Wilhelm Busch
Wir haben in unserem Hausaufgaben- und Referate-Archiv weitere Informationen zu Wilhelm Busch und seinem Gedicht „Sie hat nichts und du desgleichen“ zusammengestellt. Diese Dokumente könnten Dich interessieren.
Weitere Gedichte des Autors Wilhelm Busch (Infos zum Autor)
- Abschied
- Ach, ich fühl es! Keine Tugend
- Ach, wie geht’s dem Heilgen Vater
- Als Christus der Herr in Garten ging
- Als er noch krause Locken trug
- Also hat es dir gefallen
- Auf Wiedersehn
- Auf den Sonntag früh Morgen
- Bedächtig
- Befriedigt
Zum Autor Wilhelm Busch sind auf abi-pur.de 208 Dokumente veröffentlicht. Alle Gedichte finden sich auf der Übersichtsseite des Autors.
