Andere Jüdin von Paul Boldt

Im Norden sind die Ebenen, da steigen
Die Ströme zitternd in das Meer,
Das sie verhüllt. Der Wind weht Wogen her.
Das Wasser schweigt, und die Sternbilder schweigen.
 
Du stiegst hinab mit deinem weißen, leisen
Lachen sprudelnd und deiner Brüste Schaum.
Antworte doch! Bist du noch in dem Raum,
Wo meiner Augen Vögel schreien, kreisen?
 
II.
 
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Der Wind ist in den Eichen,
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Die sich nach Westen legen
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Und diesen kleinen, bleichen
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Himmel zusammenfegen;
 
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Ich atme schlecht! Ich zucke
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So an der Luft! Untätig.
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Mir ist vom steten Drucke
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Nicht mehr viel Ich vorrätig.

Details zum Gedicht „Andere Jüdin“

Autor
Paul Boldt
Anzahl Verse
5
Anzahl Zeilen
17
Anzahl Wörter
93
Entstehungsjahr
1914
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Andere Jüdin“ ist Paul Boldt. Boldt wurde im Jahr 1885 in Christfelde bei Preußisch-Friedland (Westpreußen) geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1914 entstanden. Leipzig ist der Erscheinungsort des Textes. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autoren lassen eine Zuordnung zu den Epochen Moderne oder Expressionismus zu. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das 93 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 17 Zeilen mit insgesamt 5 Versen. Paul Boldt ist auch der Autor für Gedichte wie „Das Wiedersehen“, „Der Denker“ und „Der Schnellzug“. Zum Autoren des Gedichtes „Andere Jüdin“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 43 Gedichte vor.

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