Schätzchen, reich mir deine Hand von Wilhelm Busch

Schätzchen, reich mir deine Hand,
Zum Beschluß und Unterpfand.
Zum Beschluß einen Kuß,
Weil ich von dir scheiden muß.
Scheiden ist ein hartes Wort,
Du bleibst hier und ich muß fort,
Ich muß fort an den Ort,
Wo wir uns nicht wiedersehn.
Da bleibt unsere Liebe stehn.
10 
In der Zeit weit und breit
11 
Werden wir uns wiedersehn.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.8 KB)

Details zum Gedicht „Schätzchen, reich mir deine Hand“

Anzahl Strophen
1
Anzahl Verse
11
Anzahl Wörter
57
Entstehungsjahr
nach 1848
Epoche
Biedermeier,
Junges Deutschland & Vormärz,
Realismus

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Schätzchen, reich mir deine Hand“ wurde von Wilhelm Busch verfasst, einem deutschen Dichter und Zeichner, der von 1832 bis 1908 lebte. Daher kann das Gedicht in die Epoche des Realismus eingestuft werden, die in Deutschland zwischen 1850 und 1890 stattfand.

Das Gedicht hinterlässt zunächst einen melancholischen Eindruck. Es geht um Abschied, Trennung und die Unsicherheit, ob und wann ein Wiedersehen stattfinden kann. Der Titel und die ersten Zeilen wirken liebevoll, was den späteren Schmerz der Trennung umso tragischer macht.

Inhaltlich zeigt das Gedicht eine intime Unterhaltung zwischen Liebenden kurz vor ihrer Trennung. Das lyrische Ich bittet, symbolisch gedeutet, um einen letzten Kuss und das Versprechen der Geliebten, auf ein mögliches Wiedersehen zu hoffen. Das lyrische Ich scheint die Trennung als endgültig zu betrachten (Vers 8), bleibt aber dennoch hoffnungsvoll und betont, dass sie sich „irgendwann und irgendwo“ wiedersehen werden (Vers 11).

Die Form und die Sprache des Gedichts sind unkompliziert und direkt. Die Verse sind zumeist in reimen angeordnet, was dem Ganzen einen fließenden, fast Lied-ähnlichen Charakter verleiht. Die Wahl des Wortes „Schätzchen“ ist intim und liebevoll, betont aber auch die Traurigkeit und die Bitterkeit der Trennung. Die einfache Sprache und der fließende Rhythmus unterstützen den emotionalen Gehalt des Gedichts und machen die universelle Erfahrung des Abschieds zugänglich und nachvollziehbar.

Zusammenfassend befasst sich das Gedicht mit der Thematik von Abschied und Trennung, was sich in der melancholischen und schmerzhaften Wortwahl widerspiegelt. Der ehrliche und intime Ton, gepaart mit dem fließenden Rhythmus, bilden eine emotionale Erfahrung, die viele Menschen nachvollziehen können.

Weitere Informationen

Der Autor des Gedichtes „Schätzchen, reich mir deine Hand“ ist Wilhelm Busch. Im Jahr 1832 wurde Busch in Wiedensahl geboren. Das Gedicht ist in der Zeit von 1848 bis 1908 entstanden. Der Erscheinungsort ist München. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zu den Epochen Biedermeier, Junges Deutschland & Vormärz, Realismus, Naturalismus oder Moderne zu. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das 57 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 11 Versen mit nur einer Strophe. Weitere bekannte Gedichte des Autors Wilhelm Busch sind „Abschied“, „Ach, ich fühl es! Keine Tugend“ und „Ach, wie geht’s dem Heilgen Vater“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Schätzchen, reich mir deine Hand“ weitere 208 Gedichte vor.

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