Schwindsüchtige von Klabund

Sie müssen ruh’n und ruh’n und wieder ruh’n,
teils auf den patentierten Liegestühlen
sieht man in Wolle sie und Wut sich wühlen,
teils haben sie im Bette Kur zu tun.
 
Nur mittags hocken krötig sie bei Tisch
und schlingen Speisen: fett und süß und zahlreich.
Auf einmal klingt ein Frauenlachen, qualreich,
wie eine Aeolsharfe zauberisch.
 
Vielleicht, daß einer dann zum Gehn sich wendet,
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– er ist am nächsten Tage nicht mehr da –
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und seine Stumpfheit mit dem Browning endet...
 
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Ein andrer macht sich dick und rund und rot.
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Die Aerzte wiehern stolz: Halleluja!
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Er ward gesund! (und ward ein Halbidiot...)
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Schwindsüchtige“

Autor
Klabund
Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
102
Entstehungsjahr
1927
Epoche
Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit

Gedicht-Analyse

Klabund ist der Autor des Gedichtes „Schwindsüchtige“. Im Jahr 1890 wurde Klabund in Crossen an der Oder geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1927. Der Erscheinungsort ist Berlin. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit zuordnen. Vor Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und daher anfällig für Fehler. Das vorliegende Gedicht umfasst 102 Wörter. Es baut sich aus 4 Strophen auf und besteht aus 14 Versen. Weitere Werke des Dichters Klabund sind „Ausmarsch“, „Ballade“ und „Baumblüte in Werder“. Zum Autor des Gedichtes „Schwindsüchtige“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 139 Gedichte vor.

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