Schroffer Abbruch von Joachim Ringelnatz

Laß mich doch allein,
Bitte, bitte!
Meine Schritte
Sind deinen zu klein.
 
Merkst du denn nicht,
Was höfliche Worte sind?
 
Deine Blicke stellen sich blind.
Was aus dir spricht,
Ist nur Angst und die Sucht,
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Fremdes zu gewinnen.
 
11 
Jemand, vor sich selbst auf der Flucht,
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Findet nicht Ruhe,
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Sich zu besinnen,
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Vergißt die Tat vor Getue.
 
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Du kannst dich selbst nicht ertragen,
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So schwach bist du.
 
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Blicke ein Jahr lang nur in die Höh
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Und höre nur Stillem zu.
19 
Mehr kann ich dir nicht sagen.
20 
Adieu!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.4 KB)

Details zum Gedicht „Schroffer Abbruch“

Anzahl Strophen
6
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
86
Entstehungsjahr
1929
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Schroffer Abbruch“ ist Joachim Ringelnatz. 1883 wurde Ringelnatz in Wurzen geboren. 1929 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Berlin. Eine Zuordnung des Gedichtes zu den Epochen Moderne oder Expressionismus kann auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors vorgenommen werden. Bei Ringelnatz handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epochen. Das 86 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 20 Versen mit insgesamt 6 Strophen. Weitere Werke des Dichters Joachim Ringelnatz sind „Abgesehen von der Profitlüge“, „Abglanz“ und „Abschied von Renée“. Zum Autor des Gedichtes „Schroffer Abbruch“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 560 Gedichte vor.

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