Schläge von Joachim Ringelnatz

Es schlägt im Busch eine Nachtigall.
Es schlägt ein Knecht auf dem Sommerball
Einem andern den Schädel entzwei.
Es schlägt eine Turmuhr Drei.
 
Es sagt die Nacht, wenn sie vorbei
Ist: „Guten Tag!“
Es schlägt ein frischer Trommelschlag
Die Schläfrigkeit zu Brei.
 
Es sagt der Tag, wenn er vergeht:
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„Gut Nacht!“ Will nichts besagen.
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Schlägt alles – auch letzte Stunde – vorbei.
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Doch wer sich drauf und dran versteht,
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Der hört in jeder Schlägerei
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Herzen schlagen.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.9 KB)

Details zum Gedicht „Schläge“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
74
Entstehungsjahr
1929
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Schläge“ des Autors Joachim Ringelnatz. Ringelnatz wurde im Jahr 1883 in Wurzen geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1929 zurück. Erscheinungsort des Textes ist Berlin. Eine Zuordnung des Gedichtes zu den Epochen Moderne oder Expressionismus kann auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors vorgenommen werden. Bei dem Schriftsteller Ringelnatz handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epochen. Das vorliegende Gedicht umfasst 74 Wörter. Es baut sich aus 3 Strophen auf und besteht aus 14 Versen. Weitere Werke des Dichters Joachim Ringelnatz sind „Afrikanisches Duell“, „Alone“ und „Alte Winkelmauer“. Zum Autor des Gedichtes „Schläge“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 560 Gedichte vor.

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