Schindluder von Joachim Ringelnatz

Es war ein Pferd, das war ergraut
Und wurde deshalb abgebaut.
Man nahm zuerst ihm seine Haut.
O nein, da liegt ein Irrtum vor,
Weil es zuvor den Schwanz verlor.
 
Es schleppte Lasten, schwitzte Blut.
Das Roßfleisch schmeckt dem Hunger gut.
 
Die Peitsche hieb auf mürbe Knochen.
 
Dann ist das Pferd zusammenbrochen.
 
10 
Aus dem Kadaver aber floh
11 
Ein Pegasus, der furzte froh.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.8 KB)

Details zum Gedicht „Schindluder“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
11
Anzahl Wörter
62
Entstehungsjahr
1932
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Schindluder“ des Autors Joachim Ringelnatz. Im Jahr 1883 wurde Ringelnatz in Wurzen geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1932. Der Erscheinungsort ist Berlin. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text den Epochen Moderne oder Expressionismus zugeordnet werden. Bei dem Schriftsteller Ringelnatz handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epochen. Das Gedicht besteht aus 11 Versen mit insgesamt 5 Strophen und umfasst dabei 62 Worte. Der Dichter Joachim Ringelnatz ist auch der Autor für Gedichte wie „Abglanz“, „Abschied von Renée“ und „Abschiedsworte an Pellka“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Schindluder“ weitere 560 Gedichte vor.

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