Schicksal der Schlaube von Joachim Ringelnatz

Anno 1307
Ante Christum natum
War eine Schlaube in einem Zahn steckengeblieben,
Da nahte sich eine Floskel aus Batum
Und sagte: „Erlaube,
Daß ich dir helfe.“ – – „Ganz nach Belieben,“
Sagte die Schlaube.
 
Da war das Liebeswerk schon getan.
Da wurde die Floskel blässer und blässer.
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Die Schlaube indessen sprang in ein fließend Gewässer,
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Trieb fort in der Richtung von Quelle nach Mündung;
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Überall roch es nach ham and eggs.
 
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Und die kleine Schlaube starb unterwegs
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An Ekel, Scharlach oder Gebärmutterentzündung.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Schicksal der Schlaube“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
79
Entstehungsjahr
1924
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Schicksal der Schlaube“ des Autors Joachim Ringelnatz. 1883 wurde Ringelnatz in Wurzen geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1924 entstanden. Der Erscheinungsort ist München. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her den Epochen Moderne oder Expressionismus zuordnen. Ringelnatz ist ein typischer Vertreter der genannten Epochen. Das vorliegende Gedicht umfasst 79 Wörter. Es baut sich aus 3 Strophen auf und besteht aus 14 Versen. Der Dichter Joachim Ringelnatz ist auch der Autor für Gedichte wie „Abermals in Zwickau“, „Abgesehen von der Profitlüge“ und „Abglanz“. Zum Autor des Gedichtes „Schicksal der Schlaube“ haben wir auf abi-pur.de weitere 560 Gedichte veröffentlicht.

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