Sant’ Agnese von Marie Eugenie Delle Grazie

Im weißen Jungsrau’n-Kleide,
Das Lämmchen an der Seite
Erwartet sie den Tod –
Es weh’n wie seid’ne Flocken
Die goldig-braunen Locken
Um ihrer Wangen Roth.
 
Im Aug’ ein schüchtern’ Fragen,
Halb Wonne und halb Zagen,
Als ging’s zu einem Fest –
10 
So kindlich und vertrauend,
11 
So hold und arglos schauend,
12 
Wie Unschuld schauen läßt!
 
13 
Weich spielt die Hand im Felle
14 
Des Lämmchens, das ihr helle
15 
Und klug in’s Antlitz blickt:
16 
„Was wird’s nun mit uns Beiden?
17 
Giebt’s Freuden oder Leiden?“
18 
Ei, was uns Christus schickt!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.3 KB)

Details zum Gedicht „Sant’ Agnese“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
18
Anzahl Wörter
90
Entstehungsjahr
1892
Epoche
Realismus

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Sant’ Agnese“ stammt aus der Feder der Autorin bzw. Lyrikerin Marie Eugenie Delle Grazie. Die Autorin Marie Eugenie Delle Grazie wurde 1864 in Weißkirchen (Bela Crkva) geboren. Im Jahr 1892 ist das Gedicht entstanden. Erschienen ist der Text in Leipzig. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten der Autorin her der Epoche Realismus zuordnen. Delle Grazie ist eine typische Vertreterin der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 18 Versen mit insgesamt 3 Strophen und umfasst dabei 90 Worte. Die Gedichte „Beatrice Cenci“, „Campo Santo“ und „Capri, Capri, könnt’ ich je vergessen“ sind weitere Werke der Autorin Marie Eugenie Delle Grazie. Zur Autorin des Gedichtes „Sant’ Agnese“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 71 Gedichte vor.

+ Wie analysiere ich ein Gedicht?

Daten werden aufbereitet

Weitere Gedichte des Autors Marie Eugenie Delle Grazie (Infos zum Autor)

Zum Autor Marie Eugenie Delle Grazie sind auf abi-pur.de 71 Dokumente veröffentlicht. Alle Gedichte finden sich auf der Übersichtsseite des Autors.