Römisches Albumblatt von Marie Eugenie Delle Grazie

Gleich losen Blättern hat aus allen Weiten
Des Schicksals Wirbel uns hiehergeführt,
Um launisch und vielleicht für alle Zeiten
Uns auch zu trennen; Flüchtigkeit berührt
Mit eh’rnem Scepter alle Daseinswonnen
Und was an Glück wir unser oft geglaubt:
Ein Hauch des Schicksals – und es war zerronnen,
Ein „Nein!“ des Himmels – und es war geraubt!
Doch wo, wie hier, der Andacht glühend Streben
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Vor einem Ewigen betrachtend steht,
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Des Menschensohn’s Trophäen stolz sich heben
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Und Heldenstaub um morsche Trümmer weht,
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Dort weiht Erinnerung für alle Zeiten
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Selbst flücht’ger Stunden wesenlosen Reiz –
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Wie Schaum zerfließen uns’re Eitelkeiten,
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Doch ewig sind die Trümmer und das Kreuz!

Details zum Gedicht „Römisches Albumblatt“

Anzahl Strophen
1
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
107
Entstehungsjahr
1892
Epoche
Realismus

Gedicht-Analyse

Marie Eugenie Delle Grazie ist die Autorin des Gedichtes „Römisches Albumblatt“. Geboren wurde Delle Grazie im Jahr 1864 in Weißkirchen (Bela Crkva). Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1892. Der Erscheinungsort ist Leipzig. Eine Zuordnung des Gedichtes zur Epoche Realismus kann auf Grund er Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten der Autorin vorgenommen werden. Bei Delle Grazie handelt es sich um eine typische Vertreterin der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 16 Versen mit nur einer Strophe und umfasst dabei 107 Worte. Die Gedichte „Abend wird es“, „Abendsonnenschein“ und „Abschied“ sind weitere Werke der Autorin Marie Eugenie Delle Grazie. Auf abi-pur.de liegen zur Autorin des Gedichtes „Römisches Albumblatt“ weitere 71 Gedichte vor.

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