An meine Freundinn Charlotte, Gräfin von Dernath, geborne Bernstorf von Friederike Brun

Lieblich stralt der Abendthau,
Nach des Tages Schwüle;
Freundlich glänzt die Blumenau,
In des Morgens Kühle:
Höher noch, als Frühlingslust,
Hebst du, Freundschaft, meine Brust.
Selig, dir zu leben!
 
In der Jugend Wonnekranz
Stralte deine Blüte;
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Keine Freude war es ganz,
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Die von dir nicht glühte.
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Lottchen! Lottchen! unser Herz
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Theilte Wonne, theilte Schmerz.
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Selig wer so liebet!
 
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Jugend welkt, der Lenz entfleucht;
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Freundschaft bleibet immer;
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Nicht, wie Erdenglück, entweicht
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Sie mit Freud’ und Schimmer.
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Freudig ruf’ ich, wann einst Noth,
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Schmerz und Seelenleid mir droht:
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„Freundinn! Freundschaft tröstet!„

Details zum Gedicht „An meine Freundinn Charlotte, Gräfin von Dernath, geborne Bernstorf“

Anzahl Verse
3
Anzahl Zeilen
21
Anzahl Wörter
89
Entstehungsjahr
1795
Epoche
Klassik

Gedicht-Analyse

Friederike Brun ist die Autorin des Gedichtes „An meine Freundinn Charlotte, Gräfin von Dernath, geborne Bernstorf“. Geboren wurde Brun im Jahr 1765 in Gräfentonna. Im Jahr 1795 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Zürich. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten der Autorin kann der Text der Epoche Klassik zugeordnet werden. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das Gedicht besteht aus 21 Zeilen mit insgesamt 3 Versen und umfasst dabei 89 Worte. Weitere Werke der Dichterin Friederike Brun sind „Abendphantasie“, „An Augusta“ und „An Schulz und Voß“. Auf abi-pur.de liegen zur Autorin des Gedichtes „An meine Freundinn Charlotte, Gräfin von Dernath, geborne Bernstorf“ weitere 58 Gedichte vor.

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