Rechtfertigung von Gustav Schwab

O zürne nicht, daß ich muß offen tragen
Mein sehnend Herz, von Liebesglut verzehrt;
Was Hoffnung leis’ als Blüthe hat genährt,
Das haben schnell zur Frucht gereift die Klagen.
 
Verborgen hab’ ich’s lang, mit scheuem Zagen;
Dem Liede selbst, es zu gestehn, verwehrt;
Zu werden dein, durch stille Treue, werth,
Und dich zu rühren durch ein fromm Entsagen.
 
Nun aber mein Bemühen ist verloren,
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Nun Gegenliebe mir dein Blick versagt,
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Und du dir ach! ein fremdes Herz erkoren:
 
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Was bleibt von Furcht und Hoffnung noch dem Armen?
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O gönn’ ihm, daß er laut im Liede klagt,
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Von Liebe fern, laß ihn im Schmerz erwarmen.
Arbeitsblatt zum Gedicht
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Details zum Gedicht „Rechtfertigung“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
105
Entstehungsjahr
1828
Epoche
Klassik,
Romantik,
Biedermeier

Gedicht-Analyse

Gustav Schwab ist der Autor des Gedichtes „Rechtfertigung“. Geboren wurde Schwab im Jahr 1792 in Stuttgart. 1828 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Stuttgart und Tübingen. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text den Epochen Klassik, Romantik, Biedermeier oder Junges Deutschland & Vormärz zugeordnet werden. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das 105 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Die Gedichte „Verse auf eine aufgegrabene Burg“, „Lied eines abziehenden Burschen“ und „Abendsegen“ sind weitere Werke des Autors Gustav Schwab. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Rechtfertigung“ weitere 12 Gedichte vor.

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