Prolog von Klabund

Ich sitze hier am Schreibetisch
Und schreibe ein Gedichte,
Indem ich in die Tinte wisch
Und mein Gebet verrichte.
 
So giebt sich spiegelnd Vers an Vers
In ölgemuter Glätte.
Nur selten fragt man sich: Wie wärs,
Wenn es mehr Seele hätte?
 
Die Seele tut mir garnicht weh,
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Sie ist ganz unbeteiligt.
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Nackt liegt sie auf dem Kanapee
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Und durch sich selbst geheiligt.
 
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Des Abends geh ich mit ihr aus,
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Im Knopfloch eine Dalie.
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Ich selber heiße Stanislaus,
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Sie aber heißt Amalie.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24 KB)

Details zum Gedicht „Prolog“

Autor
Klabund
Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
81
Entstehungsjahr
1913
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Klabund ist der Autor des Gedichtes „Prolog“. Klabund wurde im Jahr 1890 in Crossen an der Oder geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1913 zurück. Der Erscheinungsort ist Berlin. Eine Zuordnung des Gedichtes zu den Epochen Moderne oder Expressionismus kann auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors vorgenommen werden. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das vorliegende Gedicht umfasst 81 Wörter. Es baut sich aus 4 Strophen auf und besteht aus 16 Versen. Klabund ist auch der Autor für Gedichte wie „Berliner Mittelstandsbegräbnis“, „Berliner in Italien“ und „Blumentag“. Zum Autor des Gedichtes „Prolog“ haben wir auf abi-pur.de weitere 139 Gedichte veröffentlicht.

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