Prinzessin Sabbath von Heinrich Heine

In Arabiens Mährchenbuche
Sehen wir verwünschte Prinzen,
Die zu Zeiten ihre schöne
Urgestalt zurückgewinnen:
 
Das behaarte Ungeheuer
Ist ein Königssohn geworden;
Schmuckreich glänzend angekleidet,
Auch verliebt die Flöte blasend.
 
Doch die Zauberfrist zerrinnt,
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Und wir schauen plötzlich wieder
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Seine königliche Hoheit
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In ein Ungethüm verzottelt.
 
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Einen Prinzen solchen Schicksals
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Singt mein Lied. Er ist geheißen
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Israel. Ihn hat verwandelt
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Hexenspruch in einen Hund.
 
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Hund mit hündischen Gedanken,
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Kötert er die ganze Woche
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Durch des Lebens Koth und Kehricht,
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Gassenbuben zum Gespötte.
 
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Aber jeden Freitag Abend,
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In der Dämmrungstunde, plötzlich
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Weicht der Zauber, und der Hund
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Wird aufs Neu’ ein menschlich Wesen.
 
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Mensch mit menschlichen Gefühlen,
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Mit erhobnem Haupt und Herzen,
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Festlich, reinlich schier gekleidet,
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Tritt er in des Vaters Halle.
 
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„Sei gegrüßt, geliebte Halle
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Meines königlichen Vaters!
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Zelte Jakob’s, Eure heil’gen
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Eingangspfosten küßt mein Mund!“
 
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Durch das Haus geheimnißvoll
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Zieht ein Wispern und ein Weben,
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Und der unsichtbare Hausherr
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Athmet schaurig in der Stille.
 
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Stille! Nur der Seneschall
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(Vulgo Synagogendiener)
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Springt geschäftig auf und nieder,
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Um die Lampen anzuzünden.
 
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Trostverheißend goldne Lichter,
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Wie sie glänzen, wie sie glimmern!
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Stolz aufflackern auch die Kerzen
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Auf der Brüstung des Almemors.
 
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Vor dem Schreine, der die Thora
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Aufbewahret, und verhängt ist
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Mit der kostbar seidnen Decke,
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Die von Edelsteinen funkelt –
 
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Dort an seinem Betpultständer
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Steht schon der Gemeindesänger;
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Schmuckes Männchen, das sein schwarzes
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Mäntelchen kokett geachselt.
 
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Um die weiße Hand zu zeigen,
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Haspelt er am Halse, seltsam
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An die Schläf’ den Zeigefinger,
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An die Kehl’ den Daumen drückend.
 
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Trällert vor sich hin ganz leise,
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Bis er endlich lautaufjubelnd
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Seine Stimm’ erhebt und singt:
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Lecho Daudi Likras Kalle!
 
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Lecho Daudi Likras Kalle –
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Komm’, Geliebter, deiner harret
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Schon die Braut, die dir entschleiert
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Ihr verschämtes Angesicht!
 
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Dieses hübsche Hochzeitcarmen
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Ist gedichtet von dem großen,
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Hochberühmten Minnesinger
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Don Jehuda ben Halevy.
 
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In dem Liede wird gefeiert
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Die Vermählung Israels
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Mit der Frau Prinzessin Sabbath,
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Die man nennt die stille Fürstin.
 
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Perl’ und Blume aller Schönheit
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Ist die Fürstin. Schöner war
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Nicht die Königin von Saba,
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Salomonis Busenfreundin,
 
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Die, ein Blaustrumpf Aethiopiens,
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Durch Esprit brilliren wollte,
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Und mit ihren klugen Räthseln
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Auf die Länge fatigant ward.
 
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Die Prinzessin Sabbath, welche
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Ja die personifizirte
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Ruhe ist, verabscheut alle
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Geisteskämpfe und Debatten.
 
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Gleich fatal ist ihr die trampelnd
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Declamirende Passion,
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Jenes Pathos, das mit flatternd
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Aufgelöstem Haar einherstürmt.
 
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Sittsam birgt die stille Fürstin
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In der Haube ihre Zöpfe;
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Blickt so sanft wie die Gazelle,
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Blüht so schlank wie eine Addas.
 
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Sie erlaubt dem Liebsten alles,
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Ausgenommen Tabakrauchen –
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„Liebster! rauchen ist verboten,
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Weil es heute Sabbath ist.
 
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„Dafür aber heute Mittag
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Soll dir dampfen, zum Ersatz,
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Ein Gericht, das wahrhaft göttlich –
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Heute sollst du Schalet essen!“
 
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Schalet, schöner Götterfunken,
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Tochter aus Elysium!
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Also klänge Schiller’s Hochlied,
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Hätt’ er Schalet je gekostet.
 
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Schalet ist die Himmelspeise,
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Die der liebe Herrgott selber
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Einst den Moses kochen lehrte
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Auf dem Berge Sinai,
 
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Wo der Allerhöchste gleichfalls
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All die guten Glaubenslehren
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Und die heil’gen zehn Gebote
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Wetterleuchtend offenbarte.
 
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Schalet ist des wahren Gottes
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Koscheres Ambrosia,
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Wonnebrod des Paradieses,
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Und mit solcher Kost verglichen
 
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Ist nur eitel Teufelsdreck
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Das Ambrosia der falschen
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Heidengötter Griechenlands,
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Die verkappte Teufel waren.
 
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Speist der Prinz von solcher Speise,
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Glänzt sein Auge wie verkläret,
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Und er knöpfet auf die Weste,
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Und er spricht mit sel’gem Lächeln:
 
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„Hör’ ich nicht den Jordan rauschen?
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Sind das nicht die Brüßelbrunnen
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In dem Palmenthal von Beth-El,
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Wo gelagert die Kameele?
 
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„Hör ich nicht die Heerdenglöckchen?
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Sind das nicht die fetten Hämmel,
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Die vom Gileath-Gebirge
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Abendlich der Hirt herabtreibt?“
 
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Doch der schöne Tage verflittert;
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Wie mit langen Schattenbeinen
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Kommt geschritten der Verwünschung
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Böse Stund’ – es seufzt der Prinz.
 
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Ist ihm doch als griffen eiskalt
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Hexenfinger in sein Herze.
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Schon durchrieseln ihn die Schauer
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Hündischer Metamorphose.
 
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Die Prinzessin reicht dem Prinzen
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Ihre güldne Nardenbüchse.
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Langsam riecht er – Will sich laben
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Noch einmal an Wohlgerüchen.
 
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Es kredenzet die Prinzessin
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Auch den Abschiedstrunk dem Prinzen –
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Hastig trinkt er, und im Becher
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Bleiben wen’ge Tropfen nur.
 
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Er besprengt damit den Tisch,
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Nimmt alsdann ein kleines Wachslicht,
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Und er tunkt es in die Nässe,
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Daß es knistert und erlischt.

Details zum Gedicht „Prinzessin Sabbath“

Anzahl Strophen
38
Anzahl Verse
152
Anzahl Wörter
675
Entstehungsjahr
1851
Epoche
Junges Deutschland & Vormärz

Gedicht-Analyse

Heinrich Heine ist der Autor des Gedichtes „Prinzessin Sabbath“. Der Autor Heinrich Heine wurde 1797 in Düsseldorf geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1851. In Hamburg ist der Text erschienen. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text der Epoche Junges Deutschland & Vormärz zugeordnet werden. Der Schriftsteller Heine ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 675 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 152 Versen mit insgesamt 38 Strophen. Die Gedichte „Ach, die Augen sind es wieder“, „Ach, ich sehne mich nach Thränen“ und „Ach, wenn ich nur der Schemel wär’“ sind weitere Werke des Autors Heinrich Heine. Zum Autor des Gedichtes „Prinzessin Sabbath“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 529 Gedichte vor.

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