Plunder von Heinrich Kämpchen
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Was schert mich der Plunder |
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Eurer Politik, |
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Blühender Holunder |
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Bietet mehr vom Glück. – |
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Mag der Balkan flammen |
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Und der Osten glüh’n, |
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Mögen sie zusammen |
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Helle Funken sprüh’n. – |
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Alles eitler Plunder, |
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Ohne Romantik – |
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Blühender Holunder |
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Bietet mehr vom Glück. – |
Details zum Gedicht „Plunder“
Heinrich Kämpchen
3
12
40
1909
Moderne
Gedicht-Analyse
Das Gedicht „Plunder“ stammt von Heinrich Kämpchen, einem deutschen Dichter, der von 1847 bis 1912 lebte. Kämpchen gehört somit zur Epoche des Realismus, seine Werke zeigen aber auch Merkmale des Naturalismus.
Auf den ersten Blick strahlt das Gedicht eine gewisse Belustigung und Herablassung für politische Themen aus, indem es den politischen „Plunder“ kontrastiert mit der einfachen Freude, die der blühende Holunder bietet.
Im Inhalt drückt das lyrische Ich seine Ablehnung und Gleichgültigkeit gegenüber politischen Angelegenheiten aus. In der ersten Strophe besagt es im Grunde: Was kümmert mich die Trivialität eurer Politik, ein blühender Holunderstrauch bringt mehr Glück. Die zweite Strophe scheint sich auf ein konkretes politisches Ereignis zu beziehen, den „Balkan flammen“ und den „Osten glüh’n“ könnte als Anspielung auf Krieg oder Unruhen verstanden werden. Dennoch hält das lyrische Ich an seiner Gleichgültigkeit fest und betont, dass all das ihm nichts ausmacht. In der abschließenden Strophe wiederholt sich der Ausdruck der Apathie gegenüber politischen Themen und erneut der Hinweis auf die Freude, die die Natur bietet.
In Bezug auf Form und Sprache fällt auf, dass das Gedicht dreistrophig ist, jede Strophe besteht aus vier kurzen Versen. Es gibt keinen erkennbaren Reim, was die Einfachheit und Spontaneität des Inhalts unterstreicht. Die Wahl der Worte ist leicht und so ist die Botschaft klar: das lyrische Ich bevorzugt die einfachen Freuden des Lebens, wie einen blühenden Holunderstrauch und ist unbeeindruckt von der komplexen und oft chaotischen Welt der Politik. Die Wiederholung des Kontrastes zwischen „Plunder“ und „blühendem Holunder“ betont diese Botschaft zusätzlich.
Insgesamt kann das Gedicht als eine Art Manifest des lyrischen Ichs interpretiert werden, eine Ablehnung von politischen Debatten und Kämpfen zugunsten einer Wertschätzung der einfachen Freuden des Lebens. Es ist eine Aufforderung, nicht vom „eitlen Plunder“ abgelenkt zu werden, sondern die Schönheit in den einfachen Dingen zu finden und zu schätzen.
Weitere Informationen
Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Plunder“ des Autors Heinrich Kämpchen. Im Jahr 1847 wurde Kämpchen in Altendorf an der Ruhr geboren. 1909 ist das Gedicht entstanden. In Bochum ist der Text erschienen. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zur Epoche Moderne zu. Die Angaben zur Epoche prüfe bitte vor Verwendung auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich die Literaturepochen zeitlich teilweise überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung fehleranfällig. Das Gedicht besteht aus 12 Versen mit insgesamt 3 Strophen und umfasst dabei 40 Worte. Weitere Werke des Dichters Heinrich Kämpchen sind „Am Gemündener Maar“, „Am Grabe der Mutter“ und „Am Kochbrunnen in Wiesbaden“. Zum Autor des Gedichtes „Plunder“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 165 Gedichte vor.
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