Pfalzgräfin Jutta von Heinrich Heine
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Pfalzgräfin Jutta fuhr über den Rhein, |
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Im leichten Kahn, bei Mondenschein. |
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Die Zofe rudert, die Gräfin spricht: |
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„Siehst du die sieben Leichen nicht, |
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Die hinter uns kommen |
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Einhergeschwommen? – |
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So traurig schwimmen die Todten! |
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Das waren Ritter voll Jugendlust – |
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Sie sanken zärtlich an meine Brust |
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Und schwuren mir Treue – Zur Sicherheit, |
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Daß sie nicht brächen ihren Eid, |
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Ließ ich sie ergreifen |
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Sogleich und ersäufen – |
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So traurig schwimmen die Todten!” |
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Die Zofe rudert, die Gräfin lacht. |
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Das hallt so höhnisch durch die Nacht! |
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Bis an die Hüfte tauchen hervor |
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Die Leichen und strecken die Finger empor, |
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Wie schwörend – Sie nicken |
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Mit gläsernen Blicken – |
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So traurig schwimmen die Todten! |
Details zum Gedicht „Pfalzgräfin Jutta“
Heinrich Heine
3
21
106
1851
Junges Deutschland & Vormärz
Gedicht-Analyse
Heinrich Heine ist der Autor des Gedichtes „Pfalzgräfin Jutta“. Im Jahr 1797 wurde Heine in Düsseldorf geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1851. Erscheinungsort des Textes ist Hamburg. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht der Epoche Junges Deutschland & Vormärz zuordnen. Bei dem Schriftsteller Heine handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 21 Versen mit insgesamt 3 Strophen und umfasst dabei 106 Worte. Weitere bekannte Gedichte des Autors Heinrich Heine sind „Allnächtlich im Traume seh’ ich dich“, „Almansor“ und „Als ich, auf der Reise, zufällig“. Zum Autor des Gedichtes „Pfalzgräfin Jutta“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 535 Gedichte vor.
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