Sonett 86 von Francesco Petrarca

Weh mir, den Amors harter Angriff findet.
Bey Tag und Nacht zu mehr als tausend Mahlen —
Hin kehr’ ich, wo ich sah die Funken strahlen,
Die ew’ge Gluth im Herzen mir entzündet.
 
Dort find’ ich Ruhe — Wenn die Nacht verschwindet,
Wie wenn den Aether Abendgluthen mahlen,
Erfüllen mich so ruhig jene Strahlen,
Daß alles andre meiner Seele schwindet.
 
Der linde Hauch, der mit den klugen Worten,
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Von ihrem klaren Antlitz sich ergießet,
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Der jede Wolke scheuchet, wo er fächelt,
 
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Es scheint, daß er ein seel’ger Geist von dorten,
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Neustärkend mich in jener Luft umfliesset,
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So daß nur dort dem Müden Ruhe lächelt.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Sonett 86“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
104
Entstehungsjahr
nach 1320
Epoche
Spätmittelalter

Gedicht-Analyse

Francesco Petrarca ist der Autor des Gedichtes „Sonett 86“. Im Jahr 1304 wurde Petrarca in Arezzo geboren. Das Gedicht ist in der Zeit von 1320 bis 1374 entstanden. Der Erscheinungsort ist Wien. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zur Epoche Spätmittelalter zu. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das vorliegende Gedicht umfasst 104 Wörter. Es baut sich aus 4 Strophen auf und besteht aus 14 Versen. Die Gedichte „Sonett 131“, „Sonett 132“ und „Sonett 134“ sind weitere Werke des Autors Francesco Petrarca. Zum Autor des Gedichtes „Sonett 86“ haben wir auf abi-pur.de weitere 41 Gedichte veröffentlicht.

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