Sonett 81 von Francesco Petrarca

Als Cäsar einst aus des Verräthers Hand
Des großen Feind’s geehrtes Haupt empfangen,
Fühlt’ er von Freud’ und Jubel sich befangen,
Ob heuchelnd gleich sein Blick voll Thränen stand.
 
Und Hannibal, als nun sein Vaterland
Das grause Schicksal traf, das ihm verhangen,
Lacht’ er im Kreis der Thränenvollen, Bangen,
Und barg den Grimm, in dem sein Herz entbrannt.
 
Und so verhüllt sich stets im Trauerkleide
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Die Lust — das Herz, vom grimmen Schmerz entglüht,
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Leiht sich verbergend das Gewand der Freude.
 
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So berg’ ich durch mein Lachen, durch mein Lied
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Zuweilen, was ich tief im Busen leide,
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Weil jeder andre Weg sich mir entzieht.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Sonett 81“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
104
Entstehungsjahr
nach 1320
Epoche
Spätmittelalter

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Sonett 81“ des Autors Francesco Petrarca. Geboren wurde Petrarca im Jahr 1304 in Arezzo. Im Zeitraum zwischen 1320 und 1374 ist das Gedicht entstanden. In Wien ist der Text erschienen. Eine Zuordnung des Gedichtes zur Epoche Spätmittelalter kann auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors vorgenommen werden. Bei Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit der Zurodnung. Die Auswahl der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und muss daher nicht unbedingt richtig sein. Das 104 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Weitere Werke des Dichters Francesco Petrarca sind „Sonett 132“, „Sonett 134“ und „Sonett 137“. Zum Autor des Gedichtes „Sonett 81“ haben wir auf abi-pur.de weitere 41 Gedichte veröffentlicht.

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