Sonett 285 von Francesco Petrarca

O Tag, o Stund’, o letzter Augenblick!
Grausame Sterne, mir zum Leid verbündet!
O treuer Blick, was war’s, das du verkündet,
Als ich auf ewig schied von meinem Glück?
 
Jetzt fühl’ ich es, geöffnet ist mein Blick —
Dort sagt’ ich mir, am eiteln Wahn erblindet:
Du gehst von ihr, ein Theil des Glückes schwindet,
Doch sie bleibt dir, die Herrliche, zurück.
 
Ach! nicht wie ich geglaubt sollt’ es sich fügen,
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Verlöschen sollte meines Lebens Licht,
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Auch stand’s in ihren süßen bittern Zügen.
 
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Doch ach! ein Schleyer deckte mein Gesicht,
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Ich sah nicht, was ich sahe vor mir liegen,
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Und elend ward ich, und versah mich’s nicht.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Sonett 285“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
109
Entstehungsjahr
nach 1320
Epoche
Spätmittelalter

Gedicht-Analyse

Francesco Petrarca ist der Autor des Gedichtes „Sonett 285“. Der Autor Francesco Petrarca wurde 1304 in Arezzo geboren. Zwischen den Jahren 1320 und 1374 ist das Gedicht entstanden. Erscheinungsort des Textes ist Wien. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht der Epoche Spätmittelalter zuordnen. Prüfe bitte vor Verwendung die Angaben zur Epoche auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich Literaturepochen zeitlich überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung häufig mit Fehlern behaftet. Das 109 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Die Gedichte „Sonett 104“, „Sonett 113“ und „Sonett 115“ sind weitere Werke des Autors Francesco Petrarca. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Sonett 285“ weitere 41 Gedichte vor.

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