Sonett 28 von Francesco Petrarca

Oft wandl’ ich einsam am verlaßnen Strande
Mit düsterm Grübeln, trägen Schritt’s einher.
Zum Fliehn bereit, werf’ ich den Blick umher,
Ob eines Menschen Spur sich zeigt im Sande.
 
Nur wenn ich fern bin vom bewohnten Lande,
Find’ ich noch Rettung vor der Lauscher Heer.
Vergebens heuchl’ ich Fröhlichkeit — nicht mehr
Kann ich verbergen, wie mein Herz entbrannte.
 
So glaub’ ich nun der Hügel, das Gestade,
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Der Fluß, der Baum, die ganze Flur errathe,
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Was im Verborgnen meine Kraft verzehrt.
 
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Und flöh’ ich zu der Erde tiefsten Gründen,
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Stets wird mich Amor, der Allseh’nde, finden,
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Wird zu mir sprechen, wie er stets mich hört.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Sonett 28“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
106
Entstehungsjahr
nach 1320
Epoche
Spätmittelalter

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Sonett 28“ ist Francesco Petrarca. Petrarca wurde im Jahr 1304 in Arezzo geboren. In der Zeit von 1320 bis 1374 ist das Gedicht entstanden. Erschienen ist der Text in Wien. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Spätmittelalter zuordnen. Prüfe bitte vor Verwendung die Angaben zur Epoche auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich Literaturepochen zeitlich überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung häufig mit Fehlern behaftet. Das 106 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Die Gedichte „Sonett 1“, „Sonett 104“ und „Sonett 113“ sind weitere Werke des Autors Francesco Petrarca. Zum Autor des Gedichtes „Sonett 28“ haben wir auf abi-pur.de weitere 41 Gedichte veröffentlicht.

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