Sonett 251 von Francesco Petrarca

Die Augen, die ich stets so heiß erhoben,
Der Fuß, das Angesicht, der Arm, die Hand,
Die zaubernd aus mir selber mich verbannt,
Und aus dem Kreis der Menschen mich gehoben;
 
Das Lockenhaar, aus lauterm Gold gewoben,
Das Engelslächeln, das wie Blitz verschwand,
Dieß schuf zum Eden einst dieß Erdenland,
Jetzt ist’s in wenig kalten Staub zerstoben.
 
Und dennoch leb’ ich — mir zum Zorn und Leid;
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Mit schwachem Kahn auf wild empörten Wogen,
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Hat das geliebte Licht sich mir entzogen.
 
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Nun sey kein Lied der Liebe mehr geweiht,
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Vertrocknet ist die Ader süßer Lieder
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Von Klagen nur tönt meine Harfe wieder.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Sonett 251“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
102
Entstehungsjahr
nach 1320
Epoche
Spätmittelalter

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Sonett 251“ des Autors Francesco Petrarca. Der Autor Francesco Petrarca wurde 1304 in Arezzo geboren. In der Zeit von 1320 bis 1374 ist das Gedicht entstanden. Erscheinungsort des Textes ist Wien. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht der Epoche Spätmittelalter zuordnen. Die Richtigkeit der Epoche sollte vor Verwendung geprüft werden. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da es keine starren zeitlichen Grenzen bei der Epochenbestimmung gibt, können hierbei Fehler entstehen. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 102 Worte. Der Dichter Francesco Petrarca ist auch der Autor für Gedichte wie „Sonett 115“, „Sonett 12“ und „Sonett 125“. Zum Autor des Gedichtes „Sonett 251“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 41 Gedichte vor.

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