Sonett 223 von Francesco Petrarca

Ihr Frau’n, die ihr nach hohem Rufe ringet,
Den Sinn und Kraft und Herzensadel gründet,
Schaut nach der Feindinn, die mein Herz entzündet,
Und die der Ruf mir zur Geliebten bringet.
 
Wie man empor zu Ehr’ und Gott sich schwinget,
Wie Liebreiz sich mit Ehrbarkeit verbindet,
Lernt dort — wie man den Weg zum Himmel findet,
Auf dem die Holde sehnend vorwärts dringet.
 
Dort lernt die Rede, der kein Wohllaut gleichet,
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Das schöne Schweigen und die lieben Sitten,
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Die nie erreicht der höchste Schwung der Lieder.
 
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Der Himmelsreiz, vor dem die Sonn’ erbleichet,
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Lernt dort sich nicht — nie hat ihn Kunst erstritten,
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Denn frey kommt er von Himmelshöhen nieder.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Sonett 223“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
109
Entstehungsjahr
nach 1320
Epoche
Spätmittelalter

Gedicht-Analyse

Francesco Petrarca ist der Autor des Gedichtes „Sonett 223“. 1304 wurde Petrarca in Arezzo geboren. Zwischen den Jahren 1320 und 1374 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Wien. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht der Epoche Spätmittelalter zuordnen. Die Angaben zur Epoche prüfe bitte vor Verwendung auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich die Literaturepochen zeitlich teilweise überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung fehleranfällig. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 109 Worte. Weitere Werke des Dichters Francesco Petrarca sind „Sonett 104“, „Sonett 113“ und „Sonett 115“. Zum Autor des Gedichtes „Sonett 223“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 41 Gedichte vor.

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