Sonett 187 von Francesco Petrarca

Wenn Phöbus taucht ins Meer den goldnen Wagen,
In Nacht die Luft und meinen Geist zu hüllen,
Dann treibt michs, um des Busens Angst zu stillen,
Des Himmels Sternen meinen Schmerz zu klagen.
 
Der Leiden Menge, die mein Herz ertragen,
Such’ ich dem Seelenlosen zu enthüllen,
Die Welt und Amorn, und des Schicksals Willen,
Mich selbst und Lauren zürnend anzuklagen.
 
Die Ruhe flieht, des Schlafes Schwingen weichen,
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Der Morgen trifft in Seufzern mich und Zähren,
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Den Augen zugesandt vom wunden Herzen.
 
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Aurora kommt dann, um die Nacht zu scheuchen,
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Doch nur die Sonne, die mir Lust und Schmerzen
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Gebiert, kann Lindrung meiner Brust gewähren.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Sonett 187“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
104
Entstehungsjahr
nach 1320
Epoche
Spätmittelalter

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Sonett 187“ ist Francesco Petrarca. Im Jahr 1304 wurde Petrarca in Arezzo geboren. Im Zeitraum zwischen 1320 und 1374 ist das Gedicht entstanden. Erschienen ist der Text in Wien. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zur Epoche Spätmittelalter zu. Bei Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit der Zurodnung. Die Auswahl der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und muss daher nicht unbedingt richtig sein. Das vorliegende Gedicht umfasst 104 Wörter. Es baut sich aus 4 Strophen auf und besteht aus 14 Versen. Weitere Werke des Dichters Francesco Petrarca sind „Sonett 132“, „Sonett 134“ und „Sonett 137“. Zum Autor des Gedichtes „Sonett 187“ haben wir auf abi-pur.de weitere 41 Gedichte veröffentlicht.

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