Sonett 146 von Francesco Petrarca

Ist manchmal, um mir ihren Zorn zu zeigen,
So stolz und kalt der holden Feindinn Blick,
Dann hält nur eins vom Abgrund mich zurück,
Nur eins kann neue Kraft der Seel’ erzeugen.
 
Wohin sie blickt mit unmuthsvollem Schweigen,
Zu tilgen meines Lebens Licht und Glück,
Begegnet ihr so demuthsvoll mein Blick,
Daß schnell sich muß ihr düstres Zürnen beugen.
 
Und wär dieß nicht, ihr müßt’ ich zagend nahn,
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Vor ihr müßt’ ich wie vor Medusen beben,
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Die die versteint, die ihre Züge sahn.
 
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Und diese Hülf ist einzig mir gegeben.
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Was hälf auch fliehn, da zu des Aethers Bahn,
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Zum Ziel unhaltbar Amors Schwingen streben.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Sonett 146“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
105
Entstehungsjahr
nach 1320
Epoche
Spätmittelalter

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Sonett 146“ ist Francesco Petrarca. Geboren wurde Petrarca im Jahr 1304 in Arezzo. Die Entstehungszeit des Gedichtes liegt zwischen den Jahren 1320 und 1374. Erschienen ist der Text in Wien. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Spätmittelalter zugeordnet werden. Vor Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und daher anfällig für Fehler. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 105 Worte. Weitere Werke des Dichters Francesco Petrarca sind „Sonett 1“, „Sonett 104“ und „Sonett 113“. Zum Autor des Gedichtes „Sonett 146“ haben wir auf abi-pur.de weitere 41 Gedichte veröffentlicht.

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