Sonett 138 von Francesco Petrarca

Mich faßten heftig Amors schöne Arme
Zu grauser Quaal — und wenn ich mich beschwere,
Dann wird verdoppelt meiner Leiden Schwere,
Drum sterb’ ich schweigend hin vor Lieb’ und Harme.
 
Wohl glaub’ ich, daß des Nordens Eis erwarme
Vor ihrem Blick — daß er den Fels zerstöre;
Doch gleicher Stolz ist ihrer Schönheit Wehre,
Daß sie nicht fragt nach der Bewundrer Schwarme.
 
Ihr Herz, von hartem Diamant gestaltet,
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Vermag mein Genius nicht zu erweichen —
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Von regem Marmor sind die andern Glieder;
 
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Doch wenn die Stirn sie noch so düster faltet,
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Soll sie doch meine Hoffnung nie verscheuchen,
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Nie nehmen meine süßen Seufzer wieder.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Sonett 138“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
101
Entstehungsjahr
nach 1320
Epoche
Spätmittelalter

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Sonett 138“ ist Francesco Petrarca. Im Jahr 1304 wurde Petrarca in Arezzo geboren. Zwischen den Jahren 1320 und 1374 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Wien. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zur Epoche Spätmittelalter zu. Prüfe bitte vor Verwendung die Angaben zur Epoche auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epoche ist auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich Literaturepochen zeitlich überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung häufig mit Fehlern behaftet. Das Gedicht besteht aus 14 Versen mit insgesamt 4 Strophen und umfasst dabei 101 Worte. Weitere Werke des Dichters Francesco Petrarca sind „Sonett 125“, „Sonett 127“ und „Sonett 131“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Sonett 138“ weitere 41 Gedichte vor.

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