Parthenope von Johann Gottfried Herder

Ein Seegemählde bei Neapel

Ermüdet von des Tages schwerem Brande,
Setzt’ ich danieder mich ans kühle Meer.
Die Wellen wallten liebend hin zum Strande
Des holden Ufers, das mich rings umher
Umfieng mit seinem zaubrischen Gewande,
Mit seiner gaukelnden Sylphiden Heer;
Der Liebe luftger Schleier, rings umflogen
Von Zephyretten, spielte mit den Wogen.
 
Und über mir, hoch über mir in Lüften
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Des blauen Äthers säuselte der Baum,
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Der reingeläutert von der Erde Düften,
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Ein himmlisches Gewächs, den runden Saum
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Umschreibet mit der Sonne goldnen Schriften,
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Und giebt dem Fluge der Begeistrung Raum
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Die schlanke, schöne Königinn der Bäume,
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Die Pinje rauschte mich in goldne Träume.
 
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Ich hört’! und aus des Meeres leisen Wogen
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Erhob sich einer Stimme Silberton:
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»Vernimm mich! Nie hat dich dein Herz betrogen,
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Du liebest Wahrheit, und verdienst zum Lohn,
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Daß dir die Hülle werd’ emporgezogen,
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Die alle Wesen bis zum lichten Thron
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Der schaffenden Natur in Schatten hüllet;
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Vernimm mich, und dein Herz wird dir gestillet.«
 
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Ich sah; und aus des Meeres zarten Wellen
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Hob eine Nymphe göttlich sich empor.
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Ihr Antlitz schien die Dämmrung aufzuhellen,
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Bis an der Sonne goldnes Abendthor.
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Die Wogen küßten sie mit sanftem Schwellen;
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Um ihren Busen wallt’ ein reger Flor;
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Sie sang; ein Saitenspiel von zarten Saiten
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War schüchtern, ihre Stimme zu begleiten.
 
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Sie sang: »Was rings dir deine Blicke zeigen,
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Was alldurchwallend die Natur bewegt,
 
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Was droben dort in jenem heilgen Schweigen
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Des Athers, drunten sich im Staube regt,
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Und in der Welle spielt, und in den Zweigen
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Der Fichte rauscht, und dir im Herzen schlägt,
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Und dir im Auge, jetzt von Thränen trübe,
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Jetzt freudentrunken himmlisch glänzt, ist – Liebe.
 
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Nur Liebe war die Schöpferinn der Wesen,
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Und ward der Liebgebohrnen Lehrerinn.
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Willst du den Sinn des großen Buches lesen,
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Das vor dir liegt; sie ist die Seele drinn.
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Und will dein Geist, und soll dein Herz genesen,
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So folge treu der hohen Führerinn;
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Wer außer ihr, der Mutter alles Lebens,
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Natur und Wahrheit suchet, sucht vergebens.
 
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Sie ist Natur; sie bildete Gestalten,
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Naht und verknüpfet und beseligt sie;
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Sie läßt den Keim zur Blume sich entfalten,
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Daß in der schönen Blume Liebe blüh’.
 
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Die zarten Bande, die das Weltall halten,
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Die ewigjunge rege Sympathie,
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Die Himmelsglut, in der die Wesen brennen,
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Wie willst du anders sie, als Liebe nennen?
 
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Schau, wie die Welle, nahend dir, am Rande
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Des Ufers spielet, und es leise grüßt;
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Sie gleitet weg von dem geliebten Strande,
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Zerfließend, wie ein süßer Wunsch zerfließt,
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Und kehrt zurück zu dem geliebten Lande,
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Wie wiederkehrend sich das Herz ergießt;
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So drängen sich mit immer neuem Schwellen
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In aller Schöpfung Meer der Liebe Wellen.
 
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Schau, wie umher der ganze Himmel trunken,
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Sich spiegelt in des Meeres Angesicht!
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In Amphitritens heil’gen Schooß gesunken,
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Wie wallt, wie zittert dort der Sonne Licht!
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Und droben glühen schon der Liebe Funken,
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Die Sterne. Sieh, auch Luna säumet nicht;
 
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Sie schleicht heran mit zarten Silberfüßen,
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Um ihren Liebling, ihren Freund zu grüßen.
 
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Dort steht sie; sieht bescheiden sich im Spiegel
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Der Wellen an, und weilt und schämet sich,
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Und blickt hinan zu jenem Schlummerhügel:
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»Endymion, ich lieb’, ich liebe dich!«
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Und drückt auf ihn der Sehnsucht zartes Siegel:
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»Endymion, auch du, du liebest mich!« – –
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So sang Parthenope; mit süßen Schmerzen
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Fuhr ihrer Stimme Pfeil zu meinem Herzen.
 
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Ich sah, ich sah, bei ihren Freudenmahlen
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Die Götter in der Freuden Ueberfluß.
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Da labet Zevs sich in den süßen Strahlen
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Des schönen Jünglings mit dem ewgen Kuß.
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Sein Auge küßt; es küßt zu tausendmalen,
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Und blickt in alle Himmel Wohlgenuß;
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Läßt Göttlichkeit in jede Ader fließen,
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Und reine Liebe sich durchs Weltall gießen.
 
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Ach, sprach ich, und die Menschheit, in der Kette
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Der Erdewesen sie der erste Ring,
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O! daß sie noch das Kleinod Unschuld hätte,
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Das ihr die Mutter an den Busen hing,
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Als liebend mit den Göttern um die Wette
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Ihr erster Mutterkuß sie froh umfing;
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»Geh, sprach sie, zartes Kind. Im Erdgetümme
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Wird Lieb’ und Unschuld dir allein zum Himmel.
 
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»Versäume nie, zu stolz für diese Freuden,
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Die Lieb’ und Unschuld auf beblümter Flur.
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Verschmähe nie dein Glück, und suche Leiden
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Der Unvernunft auf falscher Weisheit Spur!«
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Ach, aber ach, getrennt von ihnen beiden,
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Von Lieb’ und Unschuld, Wahrheit und Natur,
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Wie taumelt jetzt der Mensch, und sucht dem Herzen
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Ein süßes Gift, für Liebe – Gram und Schmerzen.
 
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So seufzte ich. Die Königinn der Wogen
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Erhob noch einmal ihren Silberton:
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»Vernimm dein Herz. Nie hat es dich betrogen.
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Du liebest Unschuld, und sie wird dein Lohn.
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Was unter diesem goldnen Himmelsbogen
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Von meinem Meere, bis zu Jovis Thron
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Erklingt, das klinget dir im Herzen wieder,
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In deinem Herzen.« – Und sie schlüpfte nieder.

Details zum Gedicht „Parthenope“

Anzahl Strophen
17
Anzahl Verse
112
Anzahl Wörter
767
Entstehungsjahr
1796
Epoche
Sturm & Drang,
Klassik

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Parthenope“ ist Johann Gottfried Herder. Im Jahr 1744 wurde Herder in Mohrungen (Ostpreußen) geboren. Im Jahr 1796 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Neustrelitz. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht den Epochen Sturm & Drang oder Klassik zuordnen. Bei Herder handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epochen.

Der Sturm und Drang (häufig auch Geniezeit oder Genieperiode genannt) ist eine literarische Epoche, welche zwischen 1765 und 1790 existierte und an die Empfindsamkeit anknüpfte. Später ging sie in die Klassik über. Der Epoche des Sturm und Drang geht die Epoche der Aufklärung voran. Die Ideale und Ziele der Aufklärung wurden verworfen und es begann ein Auflehnen gegen die Prinzipien der Aufklärung und das gesellschaftliche System. Die Vertreter der Epoche des Sturm und Drang waren häufig junge Autoren im Alter zwischen zwanzig und dreißig Jahren, die sich gegen die vorherrschende Strömung der Aufklärung wandten. Um die subjektiven Empfindungen des lyrischen Ichs zum Vorschein zu bringen, wurde besonders darauf geachtet eine geeignete Sprache zu finden und in den Gedichten einzusetzen. Die Werke vorangegangener Epochen wurden geschätzt und dienten als Inspiration. Dennoch wurde eine eigene Jugendkultur und Jugendsprache mit kraftvollen Ausdrücken, Ausrufen, Wiederholungen und Halbsätzen geschaffen. Mit seinen beiden wichtigen Vertretern Schiller und Goethe entwickelte sich der Sturm und Drang weiter und ging in die Weimarer Klassik über.

Zeitlich lässt sich die Weimarer Klassik mit Goethes Italienreise im Jahr 1786 und mit Goethes Tod 1832 eingrenzen. Zwei gegensätzliche Anschauungen hatten das 18. Jahrhundert bewegt. Die Aufklärung und die gefühlsbetonte Strömung Sturm und Drang. Die Weimarer Klassik ist eine Synthese dieser beiden Elemente. Das Zentrum der Literatur der Weimarer Klassik lag in Weimar. Häufig wird die Epoche auch nur als Klassik bezeichnet. Die Klassik orientiert sich an klassischen Vorbildern aus der Antike. Sie strebt nach Harmonie ganz im Gegensatz zur Epoche der Aufklärung und des Sturm und Drangs. In der Gestaltung wurde das Gesetzmäßige, Wesentliche, Gültige aber auch die Harmonie und der Ausgleich gesucht. Im Gegensatz zum Sturm und Drang, wo die Sprache häufig roh und derb ist, bleibt die Sprache in der Weimarer Klassik den sich selbst gesetzten Regeln treu. Die Hauptvertreter der Klassik sind Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Johann Gottfried Herder und Christoph Martin Wieland. Einen künstlerischen Austausch im Sinne einer gemeinsamen Arbeit gab es jedoch nur zwischen Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe.

Das vorliegende Gedicht umfasst 767 Wörter. Es baut sich aus 17 Strophen auf und besteht aus 112 Versen. Weitere Werke des Dichters Johann Gottfried Herder sind „Amor und Psyche“, „An Auroren“ und „An den Schlaf“. Zum Autor des Gedichtes „Parthenope“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 412 Gedichte vor.

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