An einen Freund von Karl Gottlieb Lappe

Wehre nicht der Liebe, wenn im Lenze
Deines Lebens sie dein Herz beschleicht,
Wenn sie deiner Locke Blumenkränze,
Süßen Nektar deiner Lippe reicht!
 
Nimmer darfst du dich der Regung schämen,
Die den jungen Busen schwellend hebt,
Darfst ihr nicht den raschen Fittig lähmen,
Der in Kühnheit zu den Wolken strebt.
 
Denn ein Gott wog allen Erdensöhnen
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In der Liebe ihres Daseyns Glück,
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Und am hohen Zauberreiz des Schönen
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Weidet auch ein Engel seinen Blick.
 
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Welche Gottheit, die der Liebe gleichet!
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Erd’ und Himmel ehren ihr Gebot.
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Und so weit das All der Dinge reichet
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Ist nur Einer liebeleer, der Tod!
 
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Wehre nicht der Liebe, wenn im Lenze
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Deines Lebens sie dein Herz beschleicht,
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Wenn sie deiner Locke Blumenkränze,
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Süßen Nektar deiner Lippe reicht.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.4 KB)

Details zum Gedicht „An einen Freund“

Anzahl Strophen
5
Anzahl Verse
20
Anzahl Wörter
123
Entstehungsjahr
1796
Epoche
Klassik

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „An einen Freund“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Karl Gottlieb Lappe. 1773 wurde Lappe in Wusterhusen geboren. Im Jahr 1796 ist das Gedicht entstanden. Neustrelitz ist der Erscheinungsort des Textes. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Klassik zuordnen. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das 123 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 20 Versen mit insgesamt 5 Strophen. Das Gedicht „Die Schmetterlinge“ ist ein weiteres Werk des Autors Karl Gottlieb Lappe. Zum Autor des Gedichtes „An einen Freund“ haben wir auf abi-pur.de keine weiteren Gedichte veröffentlicht.

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