O sprecht hier nicht! von Marie Eugenie Delle Grazie

O sprecht hier nicht! Was sollen Menschenworte,
Wo Tod und Leben schweigend sich vermählt?
Geweihte Herzen giebt’s und heil’ge Orte
Und eine Ruh’, die grauenhaft erzählt!
 
Seht dies und das, betastet alle Reste
Und prunkt mit eurer magern Wissenschaft,
Ihr wichtigen, ihr tragi-komischen Gäste,
Im Wohlgefühle froher Lebenskraft;
 
Nur wähnt nicht, daß Natur und Tod hienieden
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So klein und zahm geworden, wie ihr Sohn –
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Blickt zum Vesuv – noch spricht er eurem Frieden
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Voll Majestät – so heut’ wie damals Hohn!

Details zum Gedicht „O sprecht hier nicht!“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
81
Entstehungsjahr
1892
Epoche
Realismus

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „O sprecht hier nicht!“ der Autorin Marie Eugenie Delle Grazie. Geboren wurde Delle Grazie im Jahr 1864 in Weißkirchen (Bela Crkva). Im Jahr 1892 ist das Gedicht entstanden. Leipzig ist der Erscheinungsort des Textes. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten der Autorin her lässt sich das Gedicht der Epoche Realismus zuordnen. Die Schriftstellerin Delle Grazie ist eine typische Vertreterin der genannten Epoche. Das Gedicht besteht aus 12 Versen mit insgesamt 3 Strophen und umfasst dabei 81 Worte. Die Dichterin Marie Eugenie Delle Grazie ist auch die Autorin für Gedichte wie „Atlantis“, „Beatrice Cenci“ und „Campo Santo“. Auf abi-pur.de liegen zur Autorin des Gedichtes „O sprecht hier nicht!“ weitere 71 Gedichte vor.

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