An einen Freund von Franz Grillparzer

Ein Schiffer irrt, durch Sturmesnacht getrieben,
Der Wogen und der Winde, leichtes Spiel,
Wohl sind ihm Mast und Ruder noch geblieben,
Doch fehlt der Reise Wichtigstes: ein Ziel!
 
Da sieht er einen Stern durchs Dunkel blinken,
Froh ordnet er darnach den irren Lauf,
Und jetzt, da schon die Kräfte schwindend sinken,
Tut sich ein Hafen dem Verirrten auf.
 
Wie er das hohe Ufer nun beschreitet,
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Weiht opfernd er dem Leitstern in der Nacht,
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Der ihm der Irrfahrt frohes Ziel bereitet,
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Die Erstlinge von dem, was er gebracht.

Details zum Gedicht „An einen Freund“

Anzahl Verse
3
Anzahl Zeilen
12
Anzahl Wörter
87
Entstehungsjahr
1817
Epoche
Biedermeier,
Realismus

Gedicht-Analyse

Franz Grillparzer ist der Autor des Gedichtes „An einen Freund“. 1791 wurde Grillparzer in Wien geboren. 1817 ist das Gedicht entstanden. Wien: ist der Erscheinungsort des Textes. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her den Epochen Biedermeier oder Realismus zuordnen. Grillparzer ist ein typischer Vertreter der genannten Epochen. Das 87 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 12 Zeilen mit insgesamt 3 Versen. Franz Grillparzer ist auch der Autor für Gedichte wie „Abschied von Gastein“, „Am Hügel“ und „Am Morgen nach einem Sturm“. Auf abi-pur.de liegen zum Autoren des Gedichtes „An einen Freund“ weitere 298 Gedichte vor.

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