O Dante, seit aus meinem Vaterland von Cino da Pistoia

O Dante, seit aus meinem Vaterland
Mich Acht und Bann auf Pilgers Pfad verstießen,
Und fern der höchsten Wonne ich mußt’ büßen,
Die je geformt der Himmelswonne Hand,
 
Zog ich in Tränen hin von Land zu Land!
Mich Armen wollte selbst der Tod nicht grüßen;
Und fand ich etwas, ähnlich nur der Süßen,
Klagt’ ich mein Weh, wie es mein Herz empfand.
 
Nicht erstem mitleidlosem Joch entglitten,
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Noch fester Hoffnung (die so leicht entbindet)
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War je mein Mut, da Hilfe mir entschwunden;
 
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Dieselbe Lust ist’s, die mich löst und bindet,
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Und glich sich Schönheit, hab’ ich oft gelitten,
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Daß wechselnd ich mich vielen Frau'n verbunden.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.3 KB)

Details zum Gedicht „O Dante, seit aus meinem Vaterland“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
106
Entstehungsjahr
nach 1286
Epoche
Spätmittelalter

Gedicht-Analyse

Cino da Pistoia ist der Autor des Gedichtes „O Dante, seit aus meinem Vaterland“. Im Jahr 1270 wurde Pistoia in Pistoia geboren. In der Zeit von 1286 bis 1336 ist das Gedicht entstanden. Der Erscheinungsort ist Gustav Grosser Verlag, Berlin. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Spätmittelalter zuordnen. Die Richtigkeit der Epoche sollte vor Verwendung geprüft werden. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da es keine starren zeitlichen Grenzen bei der Epochenbestimmung gibt, können hierbei Fehler entstehen. Das vorliegende Gedicht umfasst 106 Wörter. Es baut sich aus 4 Strophen auf und besteht aus 14 Versen. Cino da Pistoia ist auch der Autor für Gedichte wie „Es muß, wer liebt, den Wunsch im Herzen hegen“ und „Nicht hör’ ich, Dante, irgendwo erklingen“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „O Dante, seit aus meinem Vaterland“ keine weiteren Gedichte vor.

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