Details zum Gedicht „An einen Autor“
Anzahl Strophen
1
Anzahl Verse
4
Anzahl Wörter
30
Entstehungsjahr
nach 1745
Epoche
Aufklärung
Gedicht-Analyse
Das analysierte Gedicht heißt „An einen Autor“ und wurde von Gotthold Ephraim Lessing verfasst, einem bedeutenden Dichter der deutschen Aufklärung, der von 1729 bis 1781 lebte. Berücksichtigt man die Lebenszeit des Dichters, lässt sich das Werk zeitlich in die Epoche der Aufklärung einordnen.
Der erste Eindruck des Gedichtes ist durchaus humorvoll und ironisch. Das lyrische Ich scheint eine gewisse Skepsis gegenüber dem Autor und dessen neuestem Buch auszudrücken.
Inhaltlich spricht das lyrische Ich in diesem kurzen, nur vier Verse umfassenden Gedicht einen unbekannten Autor direkt an und kommentiert dessen stolz-bescheidene Haltung in Bezug auf sein neuestes Werk. Der „Autor“ präsentiert sein neues Buch als großes Geschenk, was vom lyrischen Ich mit einer ironischen Frage quittiert wird: „Mit Gunst: muß ich es dann auch lesen?“ Das lyrische Ich zieht damit sowohl den Stolz des Autors auf sein Werk, als auch dessen literarischen Wert in Zweifel.
Formal handelt es sich um ein äußerst kurzes und prägnantes Gedicht. Mit nur einer Strophe und vier Versen kommt Lessing schnell auf den Punkt. Die Sprache ist einfach und direkt, was die Direktheit und Ehrlichkeit der Aussage des lyrischen Ichs unterstreicht. Die Ironie, die sich in der letzten Frage offenbart, wird durch die vorausgehende Beschreibung des Autors und seiner Geste geschickt vorbereitet.
Insgesamt handelt es sich bei „An einen Autor“ um ein ironisches, kritisches Werk, das die Selbstgefälligkeit von Autoren und die Aussagekraft ihrer Bücher hinterfragt. Dabei nutzt Lessing einfache, direkte Sprache und einen simplen Aufbau, um seine Botschaft klar zu vermitteln.
Weitere Informationen
Der Autor des Gedichtes „An einen Autor“ ist Gotthold Ephraim Lessing.
Der Autor Gotthold Ephraim Lessing wurde 1729 in Kamenz (Sachsen) geboren.
Im Zeitraum zwischen 1745 und 1781 ist das Gedicht entstanden.
Erschienen ist der Text in Frankfurt a. M..
Das Gedicht lässt sich anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her der Epoche Aufklärung zuordnen.
Lessing ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche.
Das 30 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 4 Versen mit nur einer Strophe.
Weitere bekannte Gedichte des Autors Gotthold Ephraim Lessing sind „Auf Nickel Fein“, „Auf Trill und Troll“ und „Auf den Mison“.
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