Nicht doch! von Richard Dehmel

Mädel, laß das Stricken – geh,
thu den Strumpf bei Seite heute;
das ist was für alte Leute,
für die jungen blüht der Klee!
Laß, mein Kind;
komm, mein Schätzchen!
siehst du nicht, der Abendwind
schäkert mit den Weidenkätzchen ...
 
Mädel liebes, sieh doch nicht
10 
immer so bei Seite heute;
11 
das ist was für alte Leute,
12 
junge sehn sich ins Gesicht!
13 
Komm, mein Kind,
14 
sieh doch, Schätzchen:
15 
über uns der Abendwind
16 
schäkert mit den Weidenkätzchen ...
 
17 
Siehst du, Mädel, war’s nicht nett
18 
so an meiner Seite heute?
19 
Das ist was für junge Leute,
20 
alte gehn allein zu Bett! –
21 
Was denn, Kind?
22 
weinen, Schätzchen?
23 
Nicht doch – sieh, der Abendwind
24 
schäkert mit den Weidenkätzchen ...
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.4 KB)

Details zum Gedicht „Nicht doch!“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
24
Anzahl Wörter
110
Entstehungsjahr
1893
Epoche
Moderne

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Nicht doch!“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Richard Dehmel. Dehmel wurde im Jahr 1863 in Wendisch-Hermsdorf, Mark Brandenburg geboren. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1893. In München ist der Text erschienen. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Moderne zugeordnet werden. Dehmel ist ein typischer Vertreter der genannten Epoche. Das 110 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 24 Versen mit insgesamt 3 Strophen. Richard Dehmel ist auch der Autor für Gedichte wie „Ballade vom Volk“, „Bann“ und „Bastard“. Zum Autor des Gedichtes „Nicht doch!“ haben wir auf abi-pur.de weitere 490 Gedichte veröffentlicht.

+ Wie analysiere ich ein Gedicht?

Daten werden aufbereitet

Weitere Gedichte des Autors Richard Dehmel (Infos zum Autor)

Zum Autor Richard Dehmel sind auf abi-pur.de 490 Dokumente veröffentlicht. Alle Gedichte finden sich auf der Übersichtsseite des Autors.