Nachts von Frida Bettingen

Ruhesam
kniet mein Herz
unter den schwebenden Rufen
der ewigen Heimat.
 
Nur der düstere Hüter der Tore schreckt es.
 
Oh,
wer wird bei mir sein,
wenn sich die letzten, strengen Angeln wenden werden.
 
Auf seiner wartenden Augen Geheiß!
 
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Stern, lieber Stern,
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Du Tropfen Ewigkeit
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am stillen Himmel,
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all meiner welkenden Stunden Mühsal
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ist Goldstaub und Anbetung worden in Deiner Hand.
 
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Du hast Deine frommen Tempelwände darum gebaut.
 
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Stern, lieber, lieber Stern,
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wir kennen uns schon lange,
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Jahrtausende stickten den Saum Deiner Kleider,
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Du hörst die Harfen Gottes,
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Du weißt, wo Er wohnet,
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sein Weg ist Dein Weg, – –
 
22 
„Führe mich – führe mich!“
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.5 KB)

Details zum Gedicht „Nachts“

Anzahl Strophen
8
Anzahl Verse
22
Anzahl Wörter
101
Entstehungsjahr
1921
Epoche
Expressionismus,
Avantgarde / Dadaismus,
Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Nachts“ stammt aus der Feder der Autorin bzw. Lyrikerin Frida Bettingen. Geboren wurde Bettingen im Jahr 1865 in Ronneburg. 1921 ist das Gedicht entstanden. In München ist der Text erschienen. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten der Autorin lassen eine Zuordnung zu den Epochen Expressionismus, Avantgarde / Dadaismus oder Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit zu. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das vorliegende Gedicht umfasst 101 Wörter. Es baut sich aus 8 Strophen auf und besteht aus 22 Versen. Die Dichterin Frida Bettingen ist auch die Autorin für Gedichte wie „Der Zaubergarten“, „Meine Seele leidet Gewalt“ und „Und das ist Frühling“. Zur Autorin des Gedichtes „Nachts“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de keine weiteren Gedichte vor.

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