An ein startendes Flugzeug von Joachim Ringelnatz

Da stehst du in nächster Nähe
Vor mir, stumm, starr, dumm und grau.
Torkle davon, du listige Krähe,
Töff töff und surr und dann auf in das Blau.
 
Weiß ich doch, daß du ganz genau weißt,
Was du zu tun hast, damit du fliegst.
 
Wenn du so leicht in den Lüften kreist,
Ein wenig wippst und ein wenig dich wiegst,
Fehlt nur noch, daß du trillerst und singst
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Wie ein Vogel im erdfernen Glück.
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Ach dann scheint uns: Am liebsten gingst
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Du gar nicht wieder zum Boden zurück.
 
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Um Gottes willen, du Loser, entrinn nicht
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Der Erde, die doch menschlich dich schuf.
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Überstürz dich auch nicht und besinn dich
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Auf unser Vertraun und auf deinen Beruf.

Details zum Gedicht „An ein startendes Flugzeug“

Anzahl Verse
4
Anzahl Zeilen
16
Anzahl Wörter
116
Entstehungsjahr
1929
Epoche
Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „An ein startendes Flugzeug“ des Autoren Joachim Ringelnatz. Ringelnatz wurde im Jahr 1883 in Wurzen geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1929 entstanden. In Berlin ist der Text erschienen. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autoren her kann der Text der Epoche Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit zugeordnet werden. Die Zuordnung der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Basis geschehen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben bei Verwendung. Das 116 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 16 Zeilen mit insgesamt 4 Versen. Weitere bekannte Gedichte des Autoren Joachim Ringelnatz sind „Abschiedsworte an Pellka“, „Afrikanisches Duell“ und „Alone“. Zum Autoren des Gedichtes „An ein startendes Flugzeug“ haben wir auf abi-pur.de weitere 560 Gedichte veröffentlicht.

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