Morgenröthe von Joseph Emanuel Hilscher

Wenn in dem Blau die Sterne schon erblinden,
Und bleiche Wolken, Rosen gleich, erröthen;
Muß nicht die Sonne in den Osten treten,
Da Farben schon ihr Kommen uns verkünden?
 
So sah dein Auge ich, sich senkend, schwinden,
Das lieblich oft in meine Nacht getreten,
Und deine Wangen sah ich hoch erröthen,
Als wollten sie dein Inn’res mir verkünden.
 
Ist es das Morgenroth erwachter Liebe?
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Wird meine Sonne in den Osten treten,
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Da Farben schon ihr Kommen mir verkünden?
 
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Schön ist Verheimlichung so zarter Triebe;
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Doch süßer ist verrathendes Erröthen,
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Des feuchten Auges schamhaftes Verschwinden.
Arbeitsblatt zum Gedicht
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Details zum Gedicht „Morgenröthe“

Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
95
Entstehungsjahr
nach 1822
Epoche
Klassik,
Romantik,
Biedermeier

Gedicht-Analyse

Joseph Emanuel Hilscher ist der Autor des Gedichtes „Morgenröthe“. Hilscher wurde im Jahr 1806 in Leitmeritz, Böhmen geboren. Das Gedicht ist in der Zeit von 1822 bis 1837 entstanden. Der Erscheinungsort ist Prag. Das Gedicht lässt sich an Hand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her den Epochen Klassik, Romantik, Biedermeier oder Junges Deutschland & Vormärz zuordnen. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das vorliegende Gedicht umfasst 95 Wörter. Es baut sich aus 4 Strophen auf und besteht aus 14 Versen. Die Gedichte „Am Grabe“, „Sternenlose Nacht“ und „Bestimmung“ sind weitere Werke des Autors Joseph Emanuel Hilscher. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Morgenröthe“ keine weiteren Gedichte vor.

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