Mißmut von Joachim Ringelnatz

Ein Rauch verweht.
Ein Wasser verrinnt.
Eine Zeit vergeht.
Eine neue beginnt.
Warum? Wozu?
Denk’ ich dein Fleisch hinweg, so bist
Du ein dünntrauriges Knochengerüst,
Allerschönstes Mädchen du.
 
Wer hat das Fragen aufgebracht?
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Unsere Not.
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Wer niemals fragte, wäre tot.
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Doch kommt’s drauf an, wie jemand lacht.
 
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Bist du aus schlimmem Traum erwacht,
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Ist eine Postanweisung da,
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Ein Telegramm, ein guter Brief, –
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Du atmest tief
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Wie eine Ziehharmonika.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.1 KB)

Details zum Gedicht „Mißmut“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
17
Anzahl Wörter
69
Entstehungsjahr
1933
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Mißmut“ ist Joachim Ringelnatz. Ringelnatz wurde im Jahr 1883 in Wurzen geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1933 zurück. In Berlin ist der Text erschienen. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zu den Epochen Moderne oder Expressionismus zu. Bei dem Schriftsteller Ringelnatz handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epochen. Das Gedicht besteht aus 17 Versen mit insgesamt 3 Strophen und umfasst dabei 69 Worte. Weitere bekannte Gedichte des Autors Joachim Ringelnatz sind „...als eine Reihe von guten Tagen“, „7. August 1929“ und „Abendgebet einer erkälteten Negerin“. Zum Autor des Gedichtes „Mißmut“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 560 Gedichte vor.

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