Meine Schuhsohlen von Joachim Ringelnatz

Sie waren mir immer nah,
Obwohl ich sie selten sah,
Die Sohlen meiner Schuhe.
 
Sie waren meinen Fußsohlen hold.
 
An ihnen klebt ewige Unruhe,
Und Dreck und Blut und vielleicht sogar Gold.
 
Sie haben sich aufgerieben
Für mich und sahen so selten das Licht.
 
Wer seine Sohlen nicht lieben
10 
Kann, liebt auch die Seelen nicht.
 
11 
Mir ist seit einigen Tagen
12 
Das Herz so schwer.
13 
Ich muß meine Sohlen zum Schuster tragen,
14 
Sonst tragen sie mich nicht mehr.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24 KB)

Details zum Gedicht „Meine Schuhsohlen“

Anzahl Strophen
6
Anzahl Verse
14
Anzahl Wörter
77
Entstehungsjahr
1933
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Meine Schuhsohlen“ ist Joachim Ringelnatz. 1883 wurde Ringelnatz in Wurzen geboren. Im Jahr 1933 ist das Gedicht entstanden. In Berlin ist der Text erschienen. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht den Epochen Moderne oder Expressionismus zuordnen. Der Schriftsteller Ringelnatz ist ein typischer Vertreter der genannten Epochen. Das vorliegende Gedicht umfasst 77 Wörter. Es baut sich aus 6 Strophen auf und besteht aus 14 Versen. Joachim Ringelnatz ist auch der Autor für Gedichte wie „Abschiedsworte an Pellka“, „Afrikanisches Duell“ und „Alone“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Meine Schuhsohlen“ weitere 560 Gedichte vor.

+ Wie analysiere ich ein Gedicht?

Daten werden aufbereitet

Fertige Biographien und Interpretationen, Analysen oder Zusammenfassungen zu Werken des Autors Joachim Ringelnatz

Wir haben in unserem Hausaufgaben- und Referate-Archiv weitere Informationen zu Joachim Ringelnatz und seinem Gedicht „Meine Schuhsohlen“ zusammengestellt. Diese Dokumente könnten Dich interessieren.

Weitere Gedichte des Autors Joachim Ringelnatz (Infos zum Autor)

Zum Autor Joachim Ringelnatz sind auf abi-pur.de 560 Dokumente veröffentlicht. Alle Gedichte finden sich auf der Übersichtsseite des Autors.