Meine Kindheit von Friedrich Wilhelm Carové

Als ich noch ein Kindlein war,
Hatt’ ich viele Freude;
War ohn’ Sorgen immerdar,
Lebte in die Weite.
 
Blümlein lachten still mich an
Mit verliebten Blicken;
Sah im frommen Kindeswahn
Sie mir freundlich nicken.
 
Vöglein sprachen oft mit mir,
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Ließen gern sich sehen;
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Sagten auch nichts Fremdes mir,
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Konnt’ sie wohl verstehen.
 
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Sternlein waren gar nicht fern,
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Thäten lieblich winken,
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Und ich glaub’, sie wollten gern
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Zu mir niedersinken.
 
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Englein kamen auch herab,
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Konnt’ im Traum sie schauen:
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Zeigten mir ein Blumengrab
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Und des Himmels Auen.
 
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Aber nun ich größer bin,
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Ist die Lust verschwunden;
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Matt und krank ist Herz und Sinn,
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Kann nicht mehr gesunden.
 
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Blümlein jetzt verwelket stehn;
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Vöglein zog von dannen;
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Sternlein immer weiter gehn;
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Englein’s Träum’ zerrannen.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.5 KB)

Details zum Gedicht „Meine Kindheit“

Anzahl Strophen
7
Anzahl Verse
28
Anzahl Wörter
122
Entstehungsjahr
1815
Epoche
Klassik,
Romantik,
Biedermeier

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „Meine Kindheit“ des Autors Friedrich Wilhelm Carové. Geboren wurde Carové im Jahr 1789 in Koblenz. Entstanden ist das Gedicht im Jahr 1815. Erscheinungsort des Textes ist Köln. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht den Epochen Klassik, Romantik oder Biedermeier zuordnen. Die Angaben zur Epoche prüfe bitte vor Verwendung auf Richtigkeit. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da sich die Literaturepochen zeitlich teilweise überschneiden, ist eine reine zeitliche Zuordnung fehleranfällig. Das Gedicht besteht aus 28 Versen mit insgesamt 7 Strophen und umfasst dabei 122 Worte. Zum Autor des Gedichtes „Meine Kindheit“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de keine weiteren Gedichte vor.

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