Meier von Klabund

Ein junger Mann mit Namen Meier
lief täglich vor ihr auf und ab.
Er gab ihr fünfundzwanzig Dreier,
daß sie ihm ihre Liebe gab.
 
Sie zählte sehr besorgt die Pfennige
und legte sie in einen Schrank.
Allein es schienen ihr zu wenige,
sie wünschte etwas Silber mang.
 
Er dachte an die Ladenkasse.
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Und eines Tages ward bekannt,
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daß Rosa sich betreffs befasse,
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doch Meier sich in Haft befand.
 
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So geht es in der Welt zuweilen:
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Der erste muß die Klinke zieh’n –
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der zweite soll sich nur beeilen,
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das Fräulein wartet schon auf ihn.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24 KB)

Details zum Gedicht „Meier“

Autor
Klabund
Anzahl Strophen
4
Anzahl Verse
16
Anzahl Wörter
94
Entstehungsjahr
1927
Epoche
Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit

Gedicht-Analyse

Klabund ist der Autor des Gedichtes „Meier“. Geboren wurde Klabund im Jahr 1890 in Crossen an der Oder. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1927 zurück. Der Erscheinungsort ist Berlin. Auf Grund der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. der Lebensdaten des Autors kann der Text der Epoche Literatur der Weimarer Republik / Neue Sachlichkeit zugeordnet werden. Bei Verwendung der Angaben zur Epoche, prüfe bitte die Richtigkeit der Zurodnung. Die Auswahl der Epoche ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen und muss daher nicht unbedingt richtig sein. Das 94 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 16 Versen mit insgesamt 4 Strophen. Der Dichter Klabund ist auch der Autor für Gedichte wie „Ad notam“, „Akim Akimitsch“ und „Altes Reiterlied“. Zum Autor des Gedichtes „Meier“ haben wir auf abi-pur.de weitere 139 Gedichte veröffentlicht.

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