Manila von Joachim Ringelnatz

Als ein altes Tau durch derbe,
Doch verständniswarme Hände glitt,
Sagte eine Stimme: „Bob, ich sterbe,
Ehe Land in Sicht. Und du stirbst mit.“
 
Noch bevor die Stimme Antwort kriegte,
Kämpfte sie: Vollschiff gegen Orkan.
Hatten oft gekämpft, bis einer siegte.
Und das andre war dann abgetan.
 
Nur ein Treibstück wurde aufgefunden.
10 
Daran hingen kalt, erfroren, blau
11 
Zwei alte Matrosen, angebunden
12 
Mit einem alten Tau.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.8 KB)

Details zum Gedicht „Manila“

Anzahl Strophen
3
Anzahl Verse
12
Anzahl Wörter
65
Entstehungsjahr
1933
Epoche
Moderne,
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Manila“ ist Joachim Ringelnatz. Im Jahr 1883 wurde Ringelnatz in Wurzen geboren. Das Gedicht ist im Jahr 1933 entstanden. In Berlin ist der Text erschienen. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text den Epochen Moderne oder Expressionismus zugeordnet werden. Bei Ringelnatz handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epochen. Das Gedicht besteht aus 12 Versen mit insgesamt 3 Strophen und umfasst dabei 65 Worte. Weitere Werke des Dichters Joachim Ringelnatz sind „...als eine Reihe von guten Tagen“, „7. August 1929“ und „Abendgebet einer erkälteten Negerin“. Zum Autor des Gedichtes „Manila“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 560 Gedichte vor.

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