Manchmal wenn ich bei Euch bin von Heinrich Heine

Manchmal wenn ich bei Euch bin,
Großgeliebte, edle Doña,
Wie erinnernd schweift mein Sinn
Nach dem Marktplatz zu Bologna.
 
Dorten ist ein großer Brunn,
Fonte del Gigante heißt er,
Obendrauf steht ein Neptun
Von Johann, dem alten Meister.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (23.6 KB)

Details zum Gedicht „Manchmal wenn ich bei Euch bin“

Anzahl Strophen
2
Anzahl Verse
8
Anzahl Wörter
38
Entstehungsjahr
1852
Epoche
Junges Deutschland & Vormärz

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Manchmal wenn ich bei Euch bin“ wurde von dem deutschen Dichter Heinrich Heine verfasst, einem der bedeutendsten deutschen Lyriker und Journalisten des 19. Jahrhunderts. Eine genaue zeitliche Einordnung des Gedichts ist ohne weitere Informationen nicht möglich, es ist aber bekannt, dass Heine im Zeitraum zwischen 1797 und 1856 lebte.

Der erste Eindruck des Gedichts gibt dem Leser ein Gefühl von Liebe und Sehnsucht, aber auch von Melancholie und Erinnerung. Es scheint, als wolle das lyrische Ich seine Gefühle und Erlebnisse mit der „großgeliebten, edlen Doña“, einer möglicherweise geliebten Frau, teilen. Weiterhin scheint die Erinnerung an den Marktplatz in Bologna eine wichtige Rolle in seiner Gefühlswelt zu spielen. Womöglich hat er dort wichtige Erlebnisse gehabt, die ihn stark geprägt haben.

In Bezug auf den Inhalt, spricht das lyrische Ich von einer Begegnung oder Erinnerung, die ihm sehr am Herzen liegt. Er beschreibt einen Marktplatz in Bologna, an dem ein großer Brunnen steht, der „Fonte del Gigante“ heißt. An seiner Spitze befindet sich eine Statue des Neptun, die von „Johann, dem alten Meister“ geschaffen wurde. Diese visuellen Details zeigen, wie lebendig die Erinnerungen des lyrischen Ichs noch sind, und wie sehr sie ihn bewegen.

Vom formalen Aspekt her folgt das Gedicht einer klassischen Struktur mit zwei Strophen zu je vier Versen. Heine verwendet eine einfache und klare Sprache, die die Leser direkt anspricht und die Stimmung klar und deutlich transportiert. Die offen gebliebene Fragestellung, warum der Sinn des lyrischen Ichs nach dem Markplatz in Bologna schweift, sorgt für eine weitergehende Interpretation und lässt Rückschlüsse auf persönliche Assoziationen und Erlebnisse des lyrischen Ichs zu.

Die Sprache des Gedichts ist eher nüchtern und verklärt nicht, sie bleibt direkt und sachlich. Es entsteht das Bild eines Menschen, der sich tief in seinen Gedanken und Erinnerungen verliert und diese mit seiner Geliebten teilen möchte. Auch wenn die Sprache des Gedichts eher einfach gehalten ist, transportiert sie doch eine Vielzahl von Emotionen und lädt den Leser ein, in die Gedankenwelt des lyrischen Ichs einzutauchen und seine Erinnerungen zu teilen.

Weitere Informationen

Heinrich Heine ist der Autor des Gedichtes „Manchmal wenn ich bei Euch bin“. Geboren wurde Heine im Jahr 1797 in Düsseldorf. 1852 ist das Gedicht entstanden. Erscheinungsort des Textes ist Hamburg. Anhand der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her kann der Text der Epoche Junges Deutschland & Vormärz zugeordnet werden. Bei Heine handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das 38 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 8 Versen mit insgesamt 2 Strophen. Die Gedichte „Alte Rose“, „Altes Lied“ und „Am Golfe von Biskaya“ sind weitere Werke des Autors Heinrich Heine. Zum Autor des Gedichtes „Manchmal wenn ich bei Euch bin“ liegen auf unserem Portal abi-pur.de weitere 535 Gedichte vor.

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