An die Muse von Karl Philipp Conz

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Die ekle Welt, der Mode Thorenspiel
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Und Tüncherey zum Spotte hingegeben,
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Hat längst verlernt das kindliche Gefühl
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Der Urnatur und ihr bescheidnes Leben.
 
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Sie achtet wenig auf den stillen Geist
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In Wort und That; mit Rednermeteoren,
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Mit allem, was nur schäumt und prunkt und gleißt,
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Füllst du ihr leicht die Augen und die Ohren.
 
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O Mufe, drängt dir ein empfundnes Lied,
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Ein herzliches die jungfräuliche Seele,
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Sing’ es in Thaten, wo kein Aug dich sieht;
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Nur daß dein Mund es vor der Welt verhehle!
 
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Ein kalter Kritler möcht’ es dir entweihn!
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Laß eher es am Bach der Nachtigallen
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Vor Echo’s Nymphengrott’ im Birkenhain
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Ins Lied der himmlischen Natur verhallen.
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CONZ.

Details zum Gedicht „An die Muse“

Anzahl Verse
4
Anzahl Zeilen
17
Anzahl Wörter
111
Entstehungsjahr
1799
Epoche
Klassik,
Romantik

Gedicht-Analyse

Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das Gedicht „An die Muse“ des Autoren Karl Philipp Conz. Im Jahr 1762 wurde Conz in Lorch geboren. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1799 zurück. Tübingen ist der Erscheinungsort des Textes. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autoren lassen eine Zuordnung zu den Epochen Klassik oder Romantik zu. Die Richtigkeit der Epochen sollte vor Verwendung geprüft werden. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Da es keine starren zeitlichen Grenzen bei der Epochenbestimmung gibt, können hierbei Fehler entstehen. Das vorliegende Gedicht umfasst 111 Wörter. Es baut sich aus 4 Versen auf und besteht aus 17 Zeilen. Karl Philipp Conz ist auch der Autor für Gedichte wie „Liebeszuruf“. Zum Autoren des Gedichtes „An die Muse“ haben wir auf abi-pur.de keine weiteren Gedichte veröffentlicht.

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