Lob der Tat von Erich Mühsam

Jammern und um Hilfe schreien
schafft nicht Heil noch Rat.
Eins nur kann die Welt befreien,
Eines nur! die Tat.
 
Arbeit, Sehnsucht lag vernichtet,
und die Menschheit schlief.
Einer hat sie aufgerichtet,
eh sein Volk ihn rief.
 
Einer, den der Tod nicht schreckte,
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traute seiner Hand.
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Eines Mannes Ratschluß weckte
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Welt und Volk und Land.
 
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Dieser Starke wog nicht lange
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Leben und Geschick.
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Erst des Henkers hanfnem Strange
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beugte er sein Genick.
 
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Wenn ein Adler aus der Wolke
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er einst niederschwebt,
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wird er sehn, ob in dem Volke
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noch sein Beispiel lebt.
 
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Heilige Gelübde seien
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Früchte seiner Saat!
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Eins nur kann die Welt befreien,
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Eines nur: die Tat!
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.5 KB)

Details zum Gedicht „Lob der Tat“

Anzahl Strophen
6
Anzahl Verse
24
Anzahl Wörter
108
Entstehungsjahr
1920
Epoche
Expressionismus

Gedicht-Analyse

Das Gedicht „Lob der Tat“ stammt aus der Feder des Autors bzw. Lyrikers Erich Mühsam. Geboren wurde Mühsam im Jahr 1878 in Berlin. Die Entstehungszeit des Gedichtes geht auf das Jahr 1920 zurück. Der Erscheinungsort ist München. Von der Entstehungszeit des Gedichtes bzw. von den Lebensdaten des Autors her lässt sich das Gedicht der Epoche Expressionismus zuordnen. Bei Mühsam handelt es sich um einen typischen Vertreter der genannten Epoche. Das 108 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 24 Versen mit insgesamt 6 Strophen. Weitere Werke des Dichters Erich Mühsam sind „An die Dichter“, „An die Soldaten“ und „Barbaren“. Auf abi-pur.de liegen zum Autor des Gedichtes „Lob der Tat“ weitere 57 Gedichte vor.

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