Liebeszuruf von Karl Philipp Conz

Der freche Tag ist hingegangen,
Verschämt der Abend niedersinkt,
Wo, stille Küsse zu empfangen,
Mir die verschämte Liebe winkt.
Gemach! – Bald webt die Dämmrung dichter
Sich über Flur und Straße hin –
Daß nicht die gaffenden Gesichter
In ihrer Neugier Netz uns ziehn!
Wie viel der Himmel gutes spendet;
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Das schönfte doch ist, was in Nacht
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Verhüllet, seine Huld uns sendet,
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Wenn uns beglückte Liebe lacht.
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Zur duftenden Holunderstätte
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Im Gärtchen winkt die kleine Thür’,
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Und meine liebe blonde Nette
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Huscht schon hervor und späht nach mir.
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Mein Abendstern ist angebrochen:
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Was kümmert der dort oben mich?
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Wohlauf mein Herz mit frohem Pochen!
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Die Liebe selber leitet dich.
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CONZ.
Arbeitsblatt zum Gedicht
PDF (24.4 KB)

Details zum Gedicht „Liebeszuruf“

Anzahl Strophen
1
Anzahl Verse
21
Anzahl Wörter
108
Entstehungsjahr
1799
Epoche
Klassik,
Romantik

Gedicht-Analyse

Der Autor des Gedichtes „Liebeszuruf“ ist Karl Philipp Conz. Der Autor Karl Philipp Conz wurde 1762 in Lorch geboren. Im Jahr 1799 ist das Gedicht entstanden. Erschienen ist der Text in Tübingen. Die Entstehungszeit des Gedichtes bzw. die Lebensdaten des Autors lassen eine Zuordnung zu den Epochen Klassik oder Romantik zu. Bitte überprüfe unbedingt die Richtigkeit der Angaben zur Epoche bei Verwendung. Die Zuordnung der Epochen ist ausschließlich auf zeitlicher Ebene geschehen. Das 108 Wörter umfassende Gedicht besteht aus 21 Versen mit nur einer Strophe. Karl Philipp Conz ist auch der Autor für Gedichte wie „Abendphantasie“, „An die Muse“ und „Der Hain der Eumeniden“. Zum Autor des Gedichtes „Liebeszuruf“ haben wir auf abi-pur.de keine weiteren Gedichte veröffentlicht.

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